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BDG Verbandstag in Dresden
Studie Kleingärten im Wandel belegt: Kleingärten sind gefragter denn je

Sandra von Rekowski, Bundesverband Deutscher Gartenfreunde

beeFür Städte und Gemeinden sind Kleingartenanlagen ein echter Zugewinn und werden immer beliebter. Diese Erkenntnisse unterstreichen die am 2. Mai 2019 vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in Teilen veröffentlichten Ergebnisse der Studie „Kleingärten im Wandel“. Diese Studie wurde auf dem BDG-Verbandstag am 7. September 2019 in Dresden offiziell vorgestellt.

Kleingärten, als unverzichtbarer Bestandteil der grünen Infrastruktur in Deutschland, entfalten für ihre Umgebung eine große positive Wirkung und bieten die Möglichkeit sinnvoller Freizeitbeschäftigung in der Natur. Inmitten stark verdichteter Räume sorgen sie für mehr Grün in unseren Städten.

Die Studienergebnisse belegen, dass vor allem in prosperierenden Ballungszentren Kleingärten so nachgefragt sind, dass teilweise Wartezeiten von mehreren Jahren bestehen. In Deutschland gibt es knapp eine Million Kleingärten, in denen geschätzt fünf Millionen Menschen gärtnern. Dieser Bestand muss dort,  wo Mehrbedarf besteht, durch Neuanlage aber auch Modernisierung und Nachverdichtung erweitert werden. In dünner besiedelten Regionen mit Bevölkerungsrückgang stehen die Kleingärtnervereine oftmals vor dem gegenteiligen Problem. Die bedarfsgerechte Weiterentwicklung von Kleingartenflächen muss daher beiden Herausforderungen aktiv begegnen. Es werden einerseits Strukturanpassungen gefordert, um dem Nachfragedruck in Städten gerecht werden zu können, auf der anderen Seite sind Lösungen für die Folgen des demografischen Wandels in strukturschwachen Regionen notwendig. 

Mit Blick auf neue Zielgruppen und damit auf neue Herausforderungen, stellt die Studie fest, dass in vielen Vereinen bereits heute mit innovativen Denkansätzen agiert wird. Modernisierung und Wandel auf der Grundlage des BKleingG werden deshalb von vielen Vereinen als Chance für eine stabile zukünftige Entwicklung betrachtet. Durch offenere Gestaltung der Anlagen werden ökologisch wertvolle Verbindungen mit dem städtischen Freiraumsystem sowie Orte der Naherholung und Entschleunigung auch für Anwohner ohne eigene Parzelle geschaffen. Kleingärten sind zudem wichtige Begegnungsräume für unterschiedliche Kulturen, soziale Milieus und Generationen. Kleingärtner unterstützen aktiv Umweltbildung und bleiben dabei nicht nur unter sich. Auch Nachbarn, Kinder und Jugendliche angrenzender Betreuungs- und Bildungseinrichtungen profitieren vom Wissen und Engagement der Kleingärtner. Letztendlich unterstützen Kleingärten urbane Räume als wichtige Refugien für seltene Pflanzen- und Tierarten.

Um die Entwicklung des Kleingartenwesens als wichtige grüne Infrastruktur nachhaltig und bedarfsgerecht zu fördern, setzt sich der BDG dafür ein, dass das Kleingartenwesen explizit Berücksichtigung in Infrastruktur- und Förderprogrammen findet. Dabei müssen alle zuständigen Akteure gemeinsam agieren: Verbände der Kleingärtner, Grünflächenämter, Stadtplanung und Politik müssen Strategien und Konzepte entwickeln und gemeinsam zur Diskussion stellen.

Und dies ist nicht nur eine zwingend notwendige Aufgabe für den BDG in Deutschland, sondern europaweit für alle Verbände.

AM 22. AUGUST 2019 WURDEN IN GRAZ KLEINGAERTNER FUER IHR ENGAGEMENT GEEHRT

7 KLEINGARTENANLAGEN ERHIELTEN EINE OFFICE-EHRENURKUNDE

I) Die Ehrenurkunde für naturgerechtes Gärtnern wurde verliehen an:

 

Die Kleingartenanlage „Steinfeld“ in Graz (A) hat die Ehrenurkunde für naturgerechtes Gärtnern erhalten

Diese Kleingartenanlage, wurde 1914 gegründet.

Der Verein hat 243 Mitglieder und 34.150 m². Dieser Garten ist eine, durch üppigen Gemüseanbau, geprägte Anlage. Selbstverständlich, wird auf Ökologie geachtet.

So ist es nur selbstverständlich, dass jeder Gärtner seinen eigenen Kompost anlegt.

Aber auch durch das Aufstellen von 3 bis 4 Regentonnen auf jeder Parzelle, und das damit verbundene Wassersparen, wird mit Ressourcen, sehr sorgfältig umgegangen.

Selbstverständlich, sind alle Wege dieser Anlage, nicht befestigt, sondern lediglich geschottert.

Eine grüne Ökooase, in einem der stärkst verbautesten Gebiete von Graz.

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Der Gartenpark „De Smallen Entrée“ in Torhout (B)

Dieses Projekt entstand in Torhout aufgrund der langen Warteliste um eine Parzelle zu erhalten. Der Stadtrat suchte so 2014 nach einem Ort um eine Kleingartenanlage anzulegen.

Ein alter Obstgarten, in der Nähe des Stadtzentrums mit einer idealen Bodenbeschaffenheit, war der ideale Ort um dieses Projekt zu realisieren. Die erste Bedingung des Stadtrats war, eine ökologische Kleingartenanlage zu schaffen. Unter den getroffenen Maßnahmen kann man folgende nennen:

Die noch bestehenden Obstbäume wurden gerettet.

Für alle Grünflächen, Bäume, Blumenränder, Gräben usw. wurde ein spezifischer langfristiger Plan erstellt und die jährlichen Arbeiten beschrieben um die Biodiversität dieser Flächen zu steigern.

Eine Gartenparzelle wurde aufgegeben um eine gemeinschaftliche Grünfläche mit bienenfreundlichen Pflanzen und Wirtspflanzen für Wildtiere anzulegen. Mit dem Baumschnitt wurde eine Totholzhecke angelegt. Desweiteren wurde ein Demo-Garten angelegt.

Alle 3 Jahre werden Bodenanalysen durchgeführt um eine Überdüngung zu vermeiden.

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Der natürliche Gartenpark von „Nooit Gedacht“ in Den Haag (NL)

Im August 2013 hat „Nooit Gedacht“ den nationalen Qualitätslabel für naturgerechtes Gärtnern mit drei Punkten erhalten. Der vierte Punkt wurde im Oktober 2018 hinzugefügt.

Auf dem Grundstück befinden sich viele Blumen und Pflanzen, welche für Vögel und Insekten attraktiv sind. Es gibt ein Insektenhotel, einen Bienen- sowie einen Schmetterlingsgarten, einen Waldweg, einen Kräutergarten und eine Blumenwiese.

Es gibt drei Imker im Bienengarten und einen biologischen Imker mit zwei Bienenstöcken.

Das Komitee für natürliches Gärtnern ist eng in den wöchentlichen allgemeinen Unterhalt des Gartenparks eingebunden.

Informationen über natürliches Gärtnern werden über die Homepage, das Vereinsmagazin, die digitale Newsletter und über Facebook verbreitet.

Ein Projekt mit einer Grundschule wurde organisiert. Hier gibt es verschiedene Arbeitsgruppen für Jugendliche zum Thema Natur.

Es gibt auch Schulgärten in denen wöchentlich Kinder aus einer Nachmittagsbetreuung kommen um zu gärtnern. Der Verein empfängt weiter Kinder aus einer Schule und beaufsichtigt sie nach der Schulzeit. Er gibt ihnen Informationen über Natur, Bienen, Pflanzen und Blumen sowie Gartenarbeit

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Die Gartenanlage „Nut en Genoegen“ in Amsterdam (NL)

Ende 2015 begannen die Kleingärtner in der Gartenanlage „Nut en Genoegen“ das natürliche Gärtnern, mit einer Analyse der vorhandenen Boden- und Wasserqualitäten sowie der vorhandenen Vegetation. Sie erstellten dann Pläne mit dem Ziel der Anlage ein attraktives Image zu geben. Das Ergebnis war die Schaffung einer Reihe von verschiedenen Naturräumen: Sumpfgebiete und Vogelhaine, Teichgärten, ein Ufer mit Lupinen und ein Schmetterlingsgarten.  

Darüber hinaus beschäftigen sich verschiedene Gruppen mit den Themen Natur & Bildung, Wasserqualität und Vogelnisten. Sie haben einen Verkaufsladen, eine Baumschule etc.

Ende 2017 stimmten 99% der Mitglieder während der Generalversammlung dafür, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen.

„Nut en Genoegen“ bezieht über die sozialen Medien Interessierte „von außen“ mit ein.

Die Gartenanlage ist Teil des ökologischen Netzwerks von Amsterdam.  

Am Eingang der Anlage gibt es Karten und Wanderrouten sowie Informationstafeln über den Park, Einrichtungen, Pflanzen und Tiere. Es gibt auch Bänke an netten Plätzen und natürliche Spielplätze für Kinder.

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Der Kleingartenverein „De Pioniers“ in Utrecht (NL)

Im Jahr 1935 wurde der Kleingartenverein „De Pioniers“ in Utrecht gegründet um den Anbau von Kartoffeln, Gemüse und Obst zu ermöglichen. Heute hat  der Gartenpark eine soziale, Freizeit und ökologische Funktion.

Aufgrund der großen Vielfalt an Pflanzen, Wasser und Gartenbaupraktiken ist die Natur auffallend vielfältig. Der Park ist Teil des ökologischen Netzwerks der Stadt Utrecht. Seit 1997 werden Naturbeobachtungen durchgeführt.

Im Jahr 2015 hat der Gartenpark das nationale Label für naturgerechtes Gärtnern mit 3 Punkten erhalten. Im Jahre 2018 fand eine neue Bewertung statt und es wurden 4 Punkte vergeben.

Durch das Angebot von Vorträgen und Arbeitsgruppen, welche von Natur- und Umweltorganisationen durchgeführt werden, wechseln immer mehr Gärtner zu einem natürlichen Gärtnern. Zurzeit gärtnern etwa 70% der Mitglieder auf eine natürliche Art und Weise.

Der Verein „De Pioniers“ hat erkannt dass er eine Rolle als Partner in der Gesellschaft spielen muss und so stellt er das Vereinsgebäude für Aktivitäten, welche in der Nachbarschaft organisiert werden, zur Verfügung.

Er führt verschiedene Aktivitäten durch, wovon einige von nationalen Kampagnen im Bereich des Naturschutzes inspiriert sind.

Alle diese Maßnahmen machten aus dem Gartenpark einen friedlichen Ort in der Nachbarschaft, der nicht länger mehr ignoriert werden kann. Es ist ein Gartenpark mit Mehrwert, welcher von den Mitgliedern und den Menschen in der Umgebung geschätzt wird.

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II) Die Ehrenurkunde für innovative Projekte wurde verliehen an:

 

Die Kleingartenanlage „Schönau“ in Graz (A) hat die Ehrenurkunde für innovative Projekte erhalten

Die 1915 gegründete Kleingartenanlage „Schönau“, ist mit 104 Jahren, eine der ältesten Anlagen von Graz.

Mit 520 Mitgliedern und 134.672 m², war und ist diese Anlage, immer die größte Kleingartenanlage der Steiermark.

Durch ständige Verbesserungen der Infrastruktur, aber auch durch Änderungen der Grazer Kleingartenverordnung, wurde aus dem seinerzeit zur Ernährung der Bevölkerung dienenden Selbstversorgergarten, das heutige Freizeitparadies für viele Grazer.

Besonders erwähnenswert ist, dass bereits im Jahre 1989, in ökologisch weit vorausschauender Weise, ein vereinseigener Bienenstand errichtet wurde.

Zurzeit befinden sich 4 Bienenstöcke, mit ca. 800000 Bienen auf dem Areal. Diese werden von einem Imker professionell betreut, und der geerntete Blütenhonig, kann von den Mitgliedern günstig beim Verein erworben werden.

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Der Kleingartenverein Herttoniemen in Helsinki (FI)

Der Herttoniemen Kleingartenverein wurde 1934 gegründet. Die Anlage ist 7,5 Hektar groß, hat 182 Parzellen mit je einem kleinen Kleingartenhaus.

Der Verein führte das Projekt “Gebt den Blumen und Pflanzen ein neues Leben” durch.

Dieses Projekt ist ein gutes Beispiel wie ein Kleingärtnerverein dazu beitragen kann die Umgebung außerhalb der Kleingartenanlage zu verbessern. Mit harter Arbeit und dem Spenden von Pflanzen haben diese Kleingärtner den Wohnort von mehr als 100 älteren Menschen, welche in einem Pflegeheim leben, verbessert.

Der Sozialassistent des Pflegeheimes hat aktiv nach Partnern gesucht, welche im großen und wilden Garten des Hauses Hand mit Hand anlegen konnten.

Nach Diskussionen und Besichtigung des Geländes stellten die Kleingärtner fest, dass der desolate Garten Boden, Bewässerung, neue Pflanzen und viel Arbeit benötigte. Es wurde beschlossen zuerst den größten Bereich, welcher bepflanzt werden konnte, im Hof zu renovieren. Es ist ein sichtbares Ensemble und die Bewohner sitzen oft hier und genießen die Natur.

Das Projekt wurde im Frühling dieses Jahres fortgeführt mit dem Ziel noch kleinere Pflanzbereiche zu renovieren und im Garten ein Hochbeet für das Kultivieren von Kräutern hinzuzufügen.

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Die Stadt Graz hat die "Goldene Rose" des Office International du Coin de Terre et des Jardins familiaux erhalten

Goldene Rose 1Die Stadt Graz unterstützt und fördert die Kleingartenbewegung, seit vielen Jahrzehnten. Von 30 Kleingartenanlagen in Graz, sind 25 auf Grundstücken der Stadt Graz angesiedelt. Bis auf einen, sind alle, mit unbefristeten Generalpachtverträgen abgesichert.

Goldene Rose 2Die Pacht ist mit € 0.41 je m² sehr moderat. Durch die Schaffung einer neuen Kleingartenverordnung im Jahre 2010, wurde durch die Möglichkeit, Gärten moderner zu gestalten, der Grundstein gelegt, vorwiegend junge Gartenpächter anzusprechen. Der für Kleingärten zuständige Stadtrat Dr. Günther Riegler aber auch der Bürgermeister Herr Mag. Siegfried Nagl, haben immer ein offenes Ohr, wenn es um die Probleme der Kleingärtner geht.

Volle Unterstützung in allen Belangen, haben wir durch die Grazer Kleingartenkommission.

Es sind dies die Gemeinderätinnen: Ingrid Heuberger, Daniela Gmeinbauer und Claudia Schönbacher.

Der Mais, die Menschheit und die Geschichte

Text Simone Collet

Schon vor dem Weizen und dem Reis steht der Mais ganz oben auf dem Podium im Spitzentrio des Getreides, das in der Welt angebaut wird.

Dieser erste Platz ist kaum verwunderlich: nicht nur die Eigenschaften des Mais in der Ernährung des Menschen sind nicht mehr nachzuweisen, sondern er wird auch als Futtermittel in der Ernährung der Tiere genutzt……Ganz zu schweigen von seiner Verwendung im Agrarsektor sowie in der Produktion von Biogas und Biokraftstoff.

Eine lange Geschichte

popSeine ursprünglich aus Mexiko stammende Kultur geht auf den Anfang der Zeit zurück.

Vor 9000 Jahren begannen indianische Bauern mit der Entwicklung eines lokalen, an das tropische Klima angepassten Grases namens Teosin. Die Körner wurden geerntet, zerkleinert und gemahlen, um ein beliebtes Mehl zu ergeben.

Aus dem Teosin wurde der Mais durch geduldige Auslesen in Kombination mit günstigen genetischen Veränderungen gewonnen. Der Mais war dann das Grundnahrungsmittel aller prekolumbianischen Zivilisationen, die in Südamerika aufeinander folgten. Manche hielten den Mais sogar für ein Kind der Götter.

Unter der Anwendung schon vor unserer Zeit der Gesetze einer nachhaltigen Entwicklung nutzten die Bauern eine Methode des biologischen Anbaus indem sie ein Trio von Komplementärpflanzen, welche die « drei Schwestern » genannt wurden, zusammen kultivierten: Mais, Kürbis und Kletterbohnen.

Mit der Rückkehr von Christopher Kolumbus wurde der Mais in Südeuropa unter dem Namen Weizen aus Indien (Name den er in Kanada behielt) eingeführt. Anderenorts wurde er während seiner Verbreitung auf dem alten Kontinent wegen Zweifel an seiner Herkunft als Berberweizen oder Weizen aus der Türkei benannt.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden Hybride und dann genmodifizierte Samen geschaffen, welche den Mais zum Symbol für intensive Landwirtschaft machten, die heftigen Kontroversen ausgesetzt ist. Darüber hinaus haben Fortschritte in der Genetik frühe sowie weitere Sorten für wenig wärmere Klimas entwickelt, so dass es möglich wurde die Erträge in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts zu vervierfachen.

Der Mais heute

pop2In der Botanik heißt der Mais "Zea mays" und gehört zur Familie der Poaceae (oder Süßgräser). Entweder wird die ganze Pflanze geerntet, oder nur die extrem stärkehaltigen Körner.

Der Mais wächst schnell und liefert bessere Erträge als der Weizen. Aufgrund seiner tropischen Herkunft ermöglicht eine spezielle Photosynthese, eine perfekte Licht- und Wärmeverwendung, wie beispielsweise auch der Sorgho und das Zuckerrohr.

Der Maisanbau ist heute universal, da er in 150 Ländern auf den 5 Kontinenten angebaut wird. Je nach Sorte kann dieses robuste Getreide in der Tat problemlos auf einer Höhe von 0 Meter (Meereshöhe) bis zu einer Höhe von 3000 Metern wachsen.

Wirtschaftliche Vorteile

Die wichtigsten Exportländer sind die USA, Argentinien, Brasilien, die Ukraine und Frankreich. Zusammen stellen sie mehr als 80% der weltweiten Exporte dar. Fast 2/3 der Produktion werden vor allem in den Industrieländern für Tierfutter gebraucht.

Verbrauch

Was den Verbrauch anbelangt liegen die Vereinigten Staaten erneut an der Spitze, gefolgt von China, der Europäischen Union, Brasilien und Mexiko.

Der Mais erfreut Feinschmecker aller Länder mit einer unendlichen Reihe von Zubereitungen: frische und knusprige Körner, gebratene Ähren, Popcorn oder Cornflakes, in Maizena (Maisstärke) ……..So auch im "farina bona" und "Polenta" 2 Spezialitäten des Tessins, des südlichsten Kantons der Schweiz mit einem für den Anbau des Mais besonders günstigen Klima.

Ein gutes Rezept:
Polenta bramata aus dem Tessin

• Kochen Sie 1,1 Liter Gemüsebrühe mit ein wenig Salz (oder eine Mischung aus halb Wasser und halb Milch)
• Gießen Sie langsam 220 Gramm Bramata Mais (grobkörnig) hinein
• Reduzieren Sie die Hitze und lassen Sie alles 10 Minuten kochen, ständig mit einem großen Holzlöffel umrühren
• Reduzieren Sie die Hitze noch weiter und lassen Sie das Ganze eine halbe Stunde köcheln, gelegentlich umrühren
• Fügen Sie ein Stück Butter und 50 Gramm geriebenen Parmesankäse hinzu,
• ein wenig Pfeffer, mischen und mit einem Salat servieren.

Text Simone Collet
Bild Pixabay

Der Weizen, das Brot

Text Simone Collet
Der Weizen ernährt seit jeher die Menschen. Nun ein Blick auf ihre gemeinsame Geschichte.

Seit Beginn der Landwirtschaft waren Weizen und Getreide ein wesentliches Nahrungsmittel für die Menschen. Auf allen Kontinenten haben sich die Zivilisationen auf der Grundlage eines Hauptgetreides entwickelt: Reis in Asien, Sorgho oder Hirse in Afrika, Mais in Südamerika, Weizen in Europa.

Lasst uns zuerst über den Weizen sprechen...

wheatIm Nahen Osten haben die ersten Bauern aus einer ganz einfachen bescheidenen Pflanze genannt "Gelenkziege", wilde Gräser ausgewählt und entwickelt.

Im Laufe der Zeit gelang es ihnen dank ihrer zahlreichen Bemühungen und ihrer Geduld das Endkorn zu schaffen d. h. den kleinen Dinkel, dann den Emmer und schließlich den großen Dinkel. Dann folgte der Weizen, in unzähligen ersten Sorten, angepasst an das Klima und den Boden der verschiedenen Anbaugebiete.

Nach dem Ende der Eiszeit konnte dann Weizen in Europa auf dem Land, welches von seinem Eismantel befreit war, angebaut werden. Während Jahrhunderten wurde er vor allem gemahlen und als Brei gegessen. Dies waren die grundlegenden Gerichte der bäuerlichen Bevölkerung.

Während des zweiten Weltkriegs haben ein Dutzend standardisierte Sorten, welche besonders dank ihres hohen Glutengehalts sättigend waren, Hunderte von lokalen Weizensorten, welche aus Kreuzungen zwischen dem ursprünglichen Korn entstanden waren, ersetzt.

In erster Linie war ihr Ziel den Bedürfnissen der Bevölkerung in Zeiten von Knappheit gerecht zu werden. Diese profitableren Sorten werden auch heute noch in großem Maße angebaut.

"Essen Sie nicht Ihr Saatkorn sofort auf"… ansonsten können Sie nie eine Frucht erzeugen, besagt eine alte Bauernweisheit. Eine Warnung von gutem Menschenverstand, welche ganz relevant geblieben ist….

Die Rückkehr von alten Sorten

Jedoch haben die alten Sorten ihr letztes Wort noch nicht gesprochen. Sie kommen mit Stärke wieder in den Vordergrund indem sie auf der Welle des notwendigen Zurückkehrens zur Biodiversität surfen.

Dies ist zum Beispiel der Fall mit dem schwarzen Dinkel. (Er wurde schon vor 7000 Jahren angebaut) und der rote Weizen aus Gruyère, dessen Ähren einen schönen Strohhalm hervorbringen, um hübsche farbige Hüte zu weben. Man kann auch unter den lokalen Weizensorten den "Bofflens" und der "Vaulion" hervorheben….

Vergessen wir nicht in der Familie der Brotkörner den Roggen aus dem Wallis zu nennen, welcher dieses dunkle, so schmackhafte Brot ergibt dessen guter Ruf schon lange besteht; ein richtiger Leckerbissen ist ein gutes gekühltes Glas Fendant Wein mit einem Stück Alpkäse.

Nackt oder beschichtet

Unter den Weizensorten unterscheiden wir die hülllosen Körner des Hartweizens, des Weichweizens und des Saatweizens sowie die alten Sorten, welche in ihren Schalen sind und vor dem Gebrauch geschält werden müssen. Nicht wirklich praktisch oder rational, aber die Belohnung für einen relativen bescheidenen Aufwand liegt in dem größeren Reichtum dieser Körner in Magnesium, Zink, Eisen, Lysin, Kupfer, Proteinen… All diese Elemente geben einen besonderen Geschmack und beteiligen sich an unserer Gesundheit.

Lasst uns über das Brot sprechen!

breadWenn in unserer Zeit nicht mehr unbedingt ein gutes frisches und knuspriges Brot alle Gerichte begleitet, dann ist es aber weit davon entfernt von unseren Tischen zu verschwinden. Es ist ein Begleiter "par excellence" von Käseplatten und man kann eine unendliche Auswahl an Broten in Form von Sandwiches genießen, die reich und gesund garniert, oft eine richtige Mahlzeit darstellen.

Der Buchweizen ist die Ausnahme

Wie der Weizen wird der Buchweizen häufig für die Herstellung von Pfannkuchen verwendet. Diese Pflanze fällt jedoch nicht in die Familie des Weizens. Der Buchweizen ist entgegen seines Anscheins kein echtes Getreide. Es ist eine Pflanze aus der Familie der Polygoacées, genau wie seine köstliche Schwester der Rhabarber.

Was macht dieser Unterschied den Feinschmecker aus! Was für Ihre Augen und Ihren Gaumen zählt ist die Leichtigkeit dieser so dünnen Pfannkuchen, deren glutenfreies Mehl perfekt bekömmlich ist.

Text Simone Collet
Bild Pixabay

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