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kleingartentv.at - Der "Fernsehsender" von Kleingärtnern für Kleingärtner

Die Idee

ATDer Zentralverband der Kleingärtner Österreichs hat anlässlich seiner Jahrfeier und dem internationalen Kongress in Wien sehr erfolgreich mit einer Produktionsfirma zusammengearbeitet. Aus dieser Kooperation entstand die Idee zu der Internetplattform "KleingartenTV".

"KleingartenTV" dient als Informations- und Kommunikationsplattform. Das Ziel des Zentralverbandes ist es, das Gemeinschaftsgefühl der Kleingärtner zu stärken und ihnen eine Möglichkeit zu bieten, miteinander einfacher in Kontakt zu treten. Außerdem können die Mitglieder zeitnah über wichtige Themen informiert werden. So ist die Internetplattform "kleingartentv.at" eine perfekte Ergänzung zu der monatlich erscheinenden Verbandszeitschrift "Kleingärtner", der Homepage "www.kleingaertner.at" und den Auftritten in diversen sozialen Medien.

Nach einem Monat Probebetrieb ging die Plattform am 1. September 2017 für alle österreichischen Kleingärtner und Abonnenten der Verbandszeitschrift online. In den ersten zwei Wochen sind bereits über 700 Mitglieder auf der Plattform registriert. Derzeit stehen 25 Videobeiträge zur Verfügung. Alle ein bis zwei Tage ist ein neuer Beitrag geplant.

Unterhaltung und Information

ATDie Beiträge auf "kleingartentv.at" sind in mehrere Kategorien unterteilt. Unter "Garten-News" findet man Videos mit Tipps, Rezepten, Informationen vom Zentralverband und einen Blick hinter die Kulissen des Kleingartenwesens. Im Bereich "Mein Garten" liegt der Schwerpunkt auf den Bewohnern der Kleingärten. Hier werden ihre Hobbies und Besonderheiten vorgestellt. Die Kleingartenvereine werden in der Kategorie "Garten Doku" präsentiert. Außerdem finden sich hier Beiträge über die lange Geschichte des österreichischen Kleingartenwesens. Die Eindrücke von Veranstaltungen und Jubiläen werden im Bereich "Garten Fest" gesammelt.

Neben den im Auftrag des Zentralverbandes produzierten Videos haben auch die Benutzer die Möglichkeit, eigene Beiträge, Videos und Bilder mit den Benutzern zu teilen.

Virtuelles Vereinshaus

Das virtuelle "Vereinshaus" ist eine Online-Community, in der die Kleingärtner miteinander in Verbindung treten können. Jeder Benutzer kann sich ein individuelles Profil anlegen. Ähnlich wie bei anderen Plattformen sozialer Medien können Videos und Fotos geteilt werden. Weiters können sich Mitglieder in selbst erstellten Interessensgruppen zusammenfinden. Der Benutzer kann "Freunde" hinzufügen, chatten und Nachrichten schreiben.

Damit sollen die österreichischen Kleingärtner eine Möglichkeit bekommen näher zusammenzurücken und sich nach ihren Interessen auszutauschen und gegenseitig zu unterstützen.

 

VIDEO https://youtu.be/TyMiSjKaHfs

Europäische Woche der lokalen Demokratie 9. – 15. Oktober 2017

ELDWDie Europäische Woche der lokalen Demokratie wurde 2007 ins Leben gerufen um die Teilnahme und die Demokratie auf der nächstgelegenen Ebene zum Bürger zu fördern und hervorzuheben. Sie feiert ihr 10. Jubiläum zwischen dem 9. und 15. Oktober 2017.

Die lokalen und regionalen Behörden aus den 47 Mitgliedsländern sowie ihre Vereinigungen sind eingeladen worden öffentliche Events zu organisieren, welche sowohl die Teilnahme der Bürger unterstützen und fördern wie auch die lokale Demokratie als einen gemeinsamen Wert für den ganzen europäischen Kontinent feiern.

Während den letzten zehn Jahren haben mehr als 1000 lokale Behörden und ihre Vereine über die 47 Mitgliedsstaaten hinaus aktiv an diesem paneuropäischen Event teilgenommen.

Das Thema für 2017 ist: "Teilnahme, Befragung und Engagement der Bürger damit die Demokratie lebe".

Das Office International du Coin de Terre et des Jardins Familiaux hat 2015 und 2016 an dieser Initiative teilgenommen. Auch 2017 hat es drei beispielhafte Projekte ausgewählt, deren Beschreibung Sie in der Anlage lesen können

30 Jahre Freundschaft zwischen Kleingärtnerverbänden aus der Region Poznan und Westfalen-Lippe

DE170927Am 19.August 1987 unterzeichneten die Präsidenten der Kleingärtnerverbände aus Deutschland (BDG) und Polen einen Freundschaftsvertrag. Bereits wenige Wochen später, vom 20. – 26. September 1987, fand eine historische Begegnung zwischen Gartenfreundinnen und Gartenfreunden aus der Provinz Poznań und dem Landesverband Westfalen und Lippe statt. So entstand eine Freundschaft, die in diesem Jahr ihren 30. Geburtstag feiert. Auf Einladung unserer polnischen Freunde besuchte eine Delegation unseres Landesverbandes unter Leitung des Landesverbandsvorsitzenden Wilhelm Spieß vom 4. bis 9. September 2017 die Provinz Großpolen/Poznań.

Mit einem abwechslungsreich gestalteten Programm würdigte der Gastgeber eindrucksvoll dieses besondere Jubiläum. Bürgermeisterempfänge in Śrem, Czerwonak und Poznań gehörten ebenso zum Programm, wie der Besuch von Kleingartenanlagen. Ein historischer Höhepunkt war gewiss der Besuch in der Kleingartenanlage Przyłuskiego in Poznań, wo am 20. September 1987 erstmals die westfälisch-lippische Delegation Kleingartenboden betrat.

Was haben wir ein stückweit gemeinsam auf den Weg gebracht? Welche Früchte trägt diese Partnerschaft? Hierzu nun ein paar Beispiele.

Gemeinsam haben 2012 Kleingärtner aus Poznań und Westfalen-Lippe eine Re-solution zum Schutz von Kleingartenland unterzeichnet und dem Sejmmarschall überreicht.

Bürgermeisterempfänge in der Region Poznań waren immer weit mehr als der Austausch von Grußbotschaften. Zusammen mit Vertretern der Kommunalpolitik und Behörden haben wir uns oft über die Aufgaben der Kommunen für das örtliche Kleingartenwesen unterhalten.

Auch Forschung und Wissenschaft beschäftigen sich mit dem Kleingartenwesen, insbesondere mit den städtebaulichen und ökologischen Aspekten. Vergleichende Untersuchungen zum Kleingartenwesen in Polen und Deutschland sind letztendlich auch das Ergebnis einer gelebten Partnerschaft mit gegenseitigen Besuchen, wo sich Studenten und junge Wissenschaftler dranhängen.

DE170927Der gemeinsame Abschlussabend und die Teilnahme am Erntedankfest – das waren am Ende unserer Reise gewiss auch einzigartige Höhepunkte. Als Zeichen der Verbundenheit und Freundschaft, gestern, heute und in Zukunft, übereichten im Namen der Delegation der Landesverbandsvorsitzende Wilhelm Spieß und Geschäftsführer Werner Heidemann zwei Schafe aus der Herde des westfälischen Künstlers und Blauschäfers Rainer Bonk. Das Blau der Schafe ist der Blauton der Europaflagge. Und so wie jeder von uns einzigartig und wichtig ist, so ist er nur in der Gemeinschaft stark – so die Botschaft der Blauschäferei.

Ein drittes Schaf grast am Rathaus der Stadt Poznań. Sie grasen für ein friedliches Miteinander, Vorsitzender des Landesverbandes Poznan überreichte dem Landesverbands-vorsitzenden Wilhelm Spieß zum 30-jährigen Partnerschaftsjubiläum eine Urkunde.

Wo immer wir auch waren – mit Freude und offenen Herzen wurden wir stets empfangen.

Dieses Jubiläum ist für uns mit Dank, Anerkennung und Ansporn verbunden. Dank gilt denen, die damals den Grundstein für diese Partnerschaft und Freundschaft gelegt haben. Anerkennung verdienen alle Freunde, die in Polen und Deutschland mit ihren Händen und Herzen zur Verständigung beitragen und die Partnerschaft und Freundschaft festigen.
Ansporn und Antrieb mögen aus diesem Jubiläum für die Zukunft erwachsen, denn Partnerschaften und Freundschaften als wichtiger Teil der Völkerverständigung brauchen Pflege, Gespräche und gemeinsames Handeln.

Werner Heidemann
Den vollständigen Artikel können Sie lesen im Fachberater Nr. 4/2017

Beziehungen, Partnerschaften... Zwar keine Kleingärten, aber doch Gartenbau

GB1In der Bluecoat Wood-Baumschule in Harrogate traf ich auf eine örtliche Wohltätigkeitsorganisation mit dem Namen Horticap, die im Gartenbaubereich tätig ist und sich um lernbehinderte Menschen kümmert. Deren überlebensgroßer! (dazu später mehr) Direktionsassistent Phil Airey und ich wurden im Laufe der Jahre ziemlich gute Freunde, da wir uns beide um das Standpersonal unserer Ausstellungsstände auf den großen und angesehenen Blumen- und Landwirtschaftsausstellungen in Harrogate kümmerten und überall als großer und kleiner Phil bekannt waren.

Phil Airey lud mich zur Teilnahme am BBQ- und Preisverleihungsabend seiner Organisation ein, in dessen Rahmen ich in meiner neuen Funktion als Vorsitzender des Nationalen Kleingartenverbands NAS einige Auszeichnungen verleihen sollte. Ich freute mich wahnsinnig und fühlte mich sehr geehrt, weshalb ich die Einladung auch unverzüglich annahm.

GB2Ich kenne viele der Studenten von deren Teilnahme an den Ausstellungen und von meinen regelmäßigen Besuchen in der Baumschule. Ich schaue jedes Mal rein, wenn ich des Weges bin, denn es ist wirklich ein toller Ort, der positive Energien verströmt.
Die Bürgermeisterin von Harrogate war ebenfalls zugegen, um die organisationsinternen Auszeichnungen für alle Arten von Arbeiten zu verleihen: Pflanzen eintopfen, Blumenampeln und Blumengewinde erstellen, die Arbeit im Café und im Laden und viele weitere Jobs vor Ort. Es wurden auch Auszeichnungen für die vielen Aufgaben verliehen, die die Studenten im Rahmen ihrer Auftragsarbeiten außerhalb des Geländes durchführten.

Ich fühlte mich sehr geehrt, einigen Studenten Bescheinigungen über nationale Berufsqualifikationen im Bereich Gartenbau überreichen zu dürfen, die diese über das örtliche Shipley College erworben haben. Es war das erste Jahr, in dem sie externe Qualifikationen erworben hatten.

GB3Schließlich durfte ich David Rawcliffe für seine langjährigen und herausragenden Dienste zur Pflege der Gärten der Bluecoat Wood-Baumschule den Ehrenpreis des Schirmherrn der Wohltätigkeitsorganisation Alan Titmarsh verleihen.
Was für ein toller Abend, was für eine tolle Stimmung und welch Überraschung für Phil Airey; seine Studenten kamen zusammen und verliehen ihm die "überlebensgroße Auszeichnung", was von der tollen Beziehung zwischen den Mitarbeitern und den Studenten zeugt.

Den Abschluss des Abends stellte ein Gruppenfoto dar, das der Fotograf für die
Presse in Harrogate schoss.

Phil Gomersall, Vorsitzender

Sammelleidenschaft mit Folgen

Ein internationales Forscherteam hat kürzlich erneut davor gewarnt, dass die Anzahl gebietsfremder Arten, die sich in der Natur ausbreiten, kontinuierlich zunimmt. Ein bekannter Grund für die weltweite Verbreitung von Pflanzen und Tieren seit den 1950er Jahren ist die Globalisierung des Handels.

Weitgehend unbekannt ist jedoch, dass viele invasive Pflanzenarten bereits im 18. und 19. Jahrhundert ihren Weg nach Europa antraten: Forschungsreisende brachten ihre Entdeckungen aus Asien und Amerika mit, die mit Begeisterung in Gärten und Parks gepflanzt wurden. So gelangte der aus China stammende Götterbaum (Ailanthus altissima) bereits um 1700 nach Europa. Der Japanische Flügelknöterich (Fallopia japonica), eine beliebte Zierpflanze im Viktorianischen Zeitalter, gewann 1847 in Utrecht sogar eine Goldmedaille als "interessanteste Pflanze des Jahres". Und auch die Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum) war einst als Gartenpflanze heiß begehrt.

Im August 2016 trat die erste EU-Liste invasiver gebietsfremder Arten von unionsweiter Bedeutung, die sogenannte Unionsliste, in Kraft. Sie enthält 37 Tier- und Pflanzenarten, von denen bisher 24 auch in Deutschland wild lebend vorkommen. In diesem Sommer soll die Unionsliste nun um 12 weitere Arten ergänzt werden, darunter auch zwei Zierpflanzen mit gärtnerischer Bedeutung: das Mammutblatt (Gunnera tinctoria) und das Afrikanische Lampenputzergras (Pennisetum setaceum).

Gabriele Rautgundis RICHTER
Gartenfreund August 2017

www.gartenfreunde.de/gartenpraxis/gut-zu-wissen/sammelleidenschaft-mit-folgen

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