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21. Kleingartenpreis der Stadt Wien

KleingartenpreisAm Samstag, den 22. September 2018, war es wieder so weit: Der Kleingartenpreis fand zum 21. Mal im großen Festsaal des Wiener Rathauses statt. Das Thema "Mein Kleingarten und der Mond" brachte auch dieses Jahr wieder eine enorme Menge an Einsendungen, was es der Jury schwer machte, Gewinner zu wählen.

Nach der Begrüßung durch Moderator Alex Jokel folgte ein Interview mit Frauen- und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal, die darüber sprach, wie die Stadt das Garteln in Wien unterstützt. Danach folgten Gespräche mit Präsident Ing. Wilhelm Wohatschek und LV-Obmann Helmut Bayer, die über den heißen Sommer in den Kleingärten und die Rolle des Mondes in ihren eigenen Kleingärten sprachen.

KleingartenpreisAnschließend kam es zu den Preisverleihungen der einzelnen Gruppen, wobei die zum dritten Mal vergebenen Kinderpreise beim Publikum wieder großen Anklang fanden. Dem gewohnt exzellenten Buffet wurde von den Anwesenden große Aufmerksamkeit zuteil. Für musikalische Unterhaltung sorgte Martha Butbul, besser bekannt als "Jazz Gitti".

Das umfangreiche Rahmenprogramm in den Logen und den anliegenden Räumen umfasste neben der Likör-Verkostung der Frauenfachgruppen unter anderem eine Foto-Ecke für Erinnerungsfotos und die Video-Lounge "Kleingarten-TV". Gegen 22 Uhr folgte die Verabschiedung der Gäste, die sich als kleines Abschiedsgeschenk ein Glas Erdbeermarmelade, die von den Simmeringer und Floridsdorfer Frauenfachgruppen produziert wurde, mit nach Hause nehmen durften.

Kein kahler Boden, schnell eine Bedeckung!

HerbstDer Sommer ist vorbei und fasst alles ist geerntet. Die letzten Kartoffeln werden bald im dunklen Keller gelagert werden. Und der Boden? Wenn wir nicht aufpassen, hat er/wird er sich im Laufe der Tage, entblöst/entblößen. Lasst uns deshalb Maßnahmen ergreifen um ihn zu schützen, die Mikroorganismen zu ernähren, die Nährstoffverluste der früheren Ernten ausgleichen, das Auswaschen und die Einschläge der kommenden Unwetter vermeiden. Was können wir beim Fortschreiten der Ernten machen?

Es gibt mehrere Handlungsmöglichkeiten:

Der Ernteabfall der vorhandenen Kulturen nach eventueller Zerkleinerung: zum Beispiel die Blätter der Rüben, Lauch, Chicorée (aber vor allem keine Wurzelstücke weil diese neu wachsen)…..alles was keine Spur von Krankheiten hat. Fügen Sie etwas totes Laub oder anderes Gehäcksel exakt wie im Komposter bei: dies nennt man Oberflächen-Kompostierung die dann für die nächste Saison in den Boden eingearbeitet wird.

In der gleichen Art und Weise können Sie in gleicher Weise den Boden mit einer Mischung aus Rasen und trockenen Blättern, die vom Mäher zerkleinert wurden, Gehäckseltes von verschiedenen Größen, gewaschenem und entsalztem Seetang, falls vorhanden, zudecken…

Sähen Sie einen "Gründünger": dieser Name wird einer Pflanze gegeben die ausgesät wurde um den Boden nicht kahl zu lassen oder das Risiko einzugehen dass er von Unkraut befallen wird. Diese Kulturen (Roggen, Phazelie, Klee, Senf…..) werden nicht geerntet, sondern nach Zerkleinerung im Frühjahr oberflächig in den Boden eingefügt um so die Bodenstruktur zu verbessern und ihn mit Humus anzureichern.

Man soll dann Gemüse anpflanzen, welche gierig sind organisches Material aufzunehmen: Zucchini, Kartoffeln, Tomaten, …Im Winter lassen Sie die Vegetation an Ort und Stelle. Selbst durch die Kälte zerstört oder reif geworden schützt diese Vegetation den Boden.

Die kahlen Böden werden ärmer, die andern werden reicher. Die Fädchen der Pilze, welche die Wurzeln umwinden, bekannt als Mycorhizen, können im Winter verschwinden obwohl sie die Kontaktfläche der Wurzeln 20 bis 25 Mal vergrößern und so eine bessere Aufnahme bestimmter Elemente ermöglichen und die Abwehrkräfte der Pflanzen stärken. In der Natur liegen reife Pflanzen auf dem Boden, die Blätter fallen und beide schützen ihn, und befruchten ihn bei ihrer langsamen Zersetzung. Wir reproduzieren diesen natürlichen Zyklus.

Josette Marmoret
Welche Aussaat soll am Ende des Sommers getätigt werden?

Gründünger nehmen an der Fruchtfolge teil. Man soll den nacheinander folgenden Anbau von Pflanzen aus der gleichen botanischen Familie vermeiden: bei Radieschen, keine Kohlköpfe, keine Rüben oder Rukola……Also weder Senf noch Raps, welche derselben Familie angehören, die der Brassicaceas. Die Fabaceae (Klee, Wicke, Erbse, Ackerbohne etc.) speichern den Stickstoff aus der Luft in den Knollen ihrer Wurzeln und geben ihn ans Gemüse zurück, welches infolge gepflanzt wird. Sie werden dem Gemüse, welches gierig für Stickstoff ist, vorausgehen. Phazelie, Buchweizen, Spinat, Roggen, Hafer sind interessant, weil das Gemüse ihrer Familien selten ist.

Von Ende August bis Mitte September wählen Sie zwischen karminrotem Klee, Luzerne, Ackerbohnen, Roggen, Phazelie, Senf, Hafer, je nach ihrer Gartenorganisation…..vom nächsten Jahr !

Tuinhier: Ökologisches Gartenlabel

Im Jahr 2015 schuf der Verband ein Gartenlabel nachdem er von seinem nördlichen Nachbarn, dem AVVN in den Niederlanden inspiriert worden war. Die Stadt Torhout und die Stadt Bornem meldeten sich als drittes respektiv viertes Projekt an. Nachdem sie am Anfang Ratschläge erhalten hatten, nach drei Bewertungen und einer zweijährigen Praxis erhielten diese beiden Projekte im Monat September ihre endgültige Bewertung. Die externe Jury hat beide Projekte mit drei von vier Sternen ausgezeichnet. Dies ist ein gutes Ergebnis für diese beiden jungen Projekte.

Torhout “de smallen entrée”

TorhoutBewertung:
Es gibt eine gute gesellige und gemütliche Atmosphäre in diesem Park. Drei Gärtner helfen den weniger erfahrenen Gärtnern, die Nachbarschaft wird mit einbezogen und zu den Aktivitäten eingeladen. Man stellt eine gute Mischung von Aktivitäten fest, wie zum Beispiel grillen, Tauschhandel, Arbeitsgruppen, kleine Wettbewerbe…….Die Nachbarn werden ermutigt ihren eigenen Garten zu entwickeln.
Es gab noch bei der Bewertung nicht genügend entwickelte Projekte bezüglich der Gestaltung des Parks wie zum Beispiel: eine Kompostierungstoilette fehlte noch, die begrünten Dächer der großen Lauben und der Demogarten müssen noch weiter entwickelt werden. Aus diesem Grund hat die Jury das Projekt mit drei Sternen ausgezeichnet.

 

Bornem

BornemBewertung:
In den zwei Jahren wurde eine enorme Arbeit geleistet. Und die Teilnehmer fanden immer mehr Interesse im Laufe der Zeit an dem Projekt. Sie haben Leute mit der richtigen Einstellung involviert um dieses Projekt mit der notwendigen Dynamik zu führen. Alle Starttipps der Jury wurden berücksichtigt. Es ist immer noch ein „work in progress“ (Die Arbei8it muss noch fortgeführt werden). Eine Fortsetzung der Gruppentreffen und der Fortbildung ist notwendig. Der Demogarten ist noch in der Gestaltungsphase, aber die Maßnahmen gehen in die richtige Richtung. Deshalb wurde die geleistete Arbeit mit drei Sternen belohnt.

Gefiederte Gäste in niederösterreichischen Kleingärten

Die erfolgreiche Aktion des Landesverbandes Niederösterreich "Vogelzählen im Kleingarten" startete 2018 in die zweite Runde und fand ganz besonders guten Anklang in den niederösterreichischen Kleingartenvereinen. Die Vogelschutzorganisation BirdLife Österreich hat die Zählergebnisse wieder genau unter die Lupe genommen.

Ende April folgten 19 Kleingartenvereine dem Aufruf, ihre Vögel im Kleingarten zu zählen. Das ist ein toller Erfolg, denn im Vergleich zum Vorjahr haben sich die teilnehmenden Vereine fast verdoppelt. „Vögel sind im Kleingarten nun einmal nicht wegzudenken“, beschreibt Obmann Franz Riederer den großen Erfolg der Aktion.

Vereine

FeldsperlingFeldsperling hat den Schnabel vorn
Wie auch im Vorjahr wurden Feldsperling, Amsel und Kohlmeise in den Niederösterreichischen Kleingärten am häufigsten gesichtet. Aber auch die Blaumeise, Türkentaube und der Grünling wurden von den Vogelzählern fleißig gemeldet. "Die Zählergebnisse fügen sich damit optimal in das Bild der österreichischen Gärten ein – auch in den Kleingärten konnten diese sehr weit verbreiteten Gartenvögel entdeckt werden.", weiß Vogelkundler Benjamin Seaman von BirdLife.

Grünes Wohnzimmer für Gartenvögel
Die Vögel fliegen besonders auf die Kleingärten in Traiskirchen, St. Pölten-ASGV-Stattersdorf und St. Pölten-Kollerberg", denn dort wurde die höchste Artenvielfalt an Vögeln beobachtet. In Traiskirchen kommen sogar 20 unterschiedliche Vogelarten vor! Ein besonderer "Augenschmaus" waren dort die fünf Stieglitze – mit ihrem farbenfrohen Gefieder sind sie immer ein wahrer Hingucker. Die auffälligen Vögelchen werden übrigens aufgrund ihrer Futtervorliebe für Disteln auch Distelfink genannt. Sie fühlen sich vor allem in Gärten wohl, die reich an Wildkräutern und Stauden sind. Aber ganz generell sind viele Vögel immer ein Indikator für eine intakte Umwelt. "Je mehr Vogelarten im Kleingarten beobachtet werden, umso wertvoller ist er für die Tierwelt.", so BirdLife.

Arten

Vogelparadies im Kleingarten
Mit ein paar Maßnahmen kann man gezielt Vögel in seinen Kleingarten locken und sich so das ganze Jahr an ihnen erfreuen. Unsere tierischen Untermieter fliegen auf naturnahe, vielfältige Gärten mit vielen einheimischen Sträuchern, Hecken und Obstbäumen. Es können aber auch Nistkästen angebracht und im Winter eine Vogelfutterstelle errichtet werden. So ist das Vogelbeobachten vor der eigenen Gartentür das ganze Jahr über möglich.

Die Familie der Kürbis Maxima

Zusätzlich zu den Pepo Arten mit Zucchini, Kürbis, Pudding, Patidos und dem amüsantem Spaghettikürbis gibt es noch zwei weitere Arten, welche Schätze enthalten: die Art Maxima und die Art Moschata. Bei diesen Arten finden Sie die besten Squashs.

maximaDie Spezies Maxima

Dies ist das Nonplusultra. Sie ist die beste der Maxima Squashs; es gibt viele Sorten. Die Maxima Squashs lassen sich gut im gemäßigten Klima von Zentral- und Nordfrankreich kultivieren. Sie unterscheiden sich von der Moschata dank ihrer Blätter, die ein wenig gelappt sind, fast rund und vor allem dank ihres großen runden und dicken Stiels. Sie sind bedeckt mit Fibrillationen, die ihnen ein schwammiges Aussehen geben. Diese Kürbisse gibt es in allen Größen, Formen und Farben.

Einige der bekanntesten Sorten:

EtampesDer leuchtend rote Kürbis von Etampes
Es ist zweifellos vom Alter her gesehen, die bekannteste Sorte in unsern Gärten. Im letzten Jahrhundert bis in die 60er und 70er Jahre wurde er viel angebaut. Es ist nicht zu leugnen, dass es ein prächtiger Kürbis ist mit einer brillanten ziegelroten Farbe und von guter Größe. Nur wissen wir heutzutage dass seine Verkostung, viel weniger wert ist als sein Aussehen. Weitgehend verdrängt durch andere Sorten, die vor etwa dreißig Jahren erschienen, ist sein weiches Fleisch nicht sehr schmackhaft und wird vor allem in Suppen mit Milch oder Sahne verwendet.

blueDer blaue Kürbis aus Ungarn
Wie sein Name es schon sagt, kommt dieser Kürbis aus dem Osten. Er ist einer der Favoriten der Squash Liebhaber. Er ist rund, wenig gerippt, hat eine helle blau-grüne Farbe, sein Fleisch ist dick, fest und orangenfarbig. Er ist nicht übermäßig groß, was vorteilhaft für kleine Familien ist. Die durchschnittlichen Exemplare wiegen etwa 3 Kilogramm. Seine Anbaumethode ist nicht zu anspruchsvoll, vorausgesetzt er wird anfangs richtig genährt und dann spärlich aber regelmäßig begossen. Er ist nicht oft auf Marktständen zu finden wo eher bekanntere Sorten angeboten werden. Aber seine Samen sind nicht schwer zu finden.

blackDer schwarze Kürbis von Eysines
Dies ist eine Sorte die nicht unbemerkt bleibt! Nicht von ihrer Größe her, sondern von ihrer Schale. Korkige Warzen bedecken ihre bräunliche Haut. Diese Warzen sind in der Anzahl variabel: manchmal verstreut, manchmal den ganzen Kürbis bedeckend. Wenn man diesen Kürbis sieht, kann man sich fragen ob er wirklich essbar ist. Aber zögern Sie nicht: er ist köstlich mit einem besonderen nussähnlichen Geschmack. Er ist ausgezeichnet für Gratins und Suppen. Wenn Sie noch einen übrig haben, bewahren Sie ihn als Dekoration auf: er wird viele Besucher neugierig machen.

Der Kürbis
pumpkinWir stellen ihn nicht mehr vor. Er ist einer der vielen Kürbisse, welche vor zwanzig Jahren erschienen und er hat sich schnell durch seinen Geschmack, zwischen Nuss und Haselnuss, seiner angemessenen Größe durchgesetzt. Sein Fleisch ist für alle Vorbereitungen gut geeignet wie zum Beispiel Puree, Gratin, Soufflé, Suppe usw. Manche Leute essen ihn auch roh und gerieben. Einziger Nachteil, man muss gut ausgerüstet sein um seine sehr harte Rinde zu schneiden. Er hat einen japanischen Ursprung und es gibt viele Unterarten: Uchuki Kuri, der rote Kuri (der Beste), der französische Kürbis, größer und birnenförmig, der blaue Kuri usw. Er ist eine wichtige Quelle von Vitaminen und Spurenelementen, die mitten im Winter genossen werden kann.

Marina di Chioggia
MariaDunkelgrün und mit großen Warzenblasen, ist es ein Kürbis der nicht gut aussieht. Er benötigt einen Platz von mindestens 2 Quadratmetern und kann eine respektable Größe von 5 bis 6 Kilo erreichen. Aber wenn er in einem Gemüsegarten gefunden wird, zeigt dies sicherlich die Anwesenheit eines Squash-Gärtnerexperten. Denn er ist zweifelsohne der Beste der Maxima Spezies. Er ist nicht anspruchsvoll was seinen Anbauboden oder die Klimabedingungen betrifft. Er benötigt Mist eines ausgereiften Komposts um im Oktober zur Reife zu kommen. Man kann versuchen seine Ausbreitung zu drosseln indem er geschnitten wird, aber dann werden die Kürbisse noch größer. Dunkeloranges Fruchtfleisch, dick, süß, ist er problemlos in einem Raum mit einer gemäßigten Temperatur bis Februar/März haltbar. Bei sehr großen Exemplaren können Sie das Fleisch in Würfel schneiden und für eine spätere Verwendung einfrieren.

Alain Redon

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