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Die Veröffentlichung “At the Cottage and on the Plot”
(in der Laube und auf der Gartenparzelle)

Mr. Pertti Laitila Der Verband der finnischen Kleingärtner (Suomen Siirtolapuutarhaliitto) hat seine eigene Verbandsverpflichtung gemacht. Die Verpflichtung der finnischen Gesellschaft für eine dauerhafte Entwicklung ist ein Schlüsselinstrument zur Umsetzung der UN 2030 Agenda für eine nachhaltige Entwicklung. Als Teil der Erfüllung seiner eigenen Verpflichtung, führte der Verband eine umfangreiche Umfrage durch, - eine zielte auf die Mitgliedsverbände und die andere auf die einzelnen Kleingärtner ab.

Auf Basis der Ergebnisse der Umfragen, hat der Arbeitsausschuss für Umweltangelegenheiten des Verbandes beschlossen eine Veröffentlichung zu erstellen, die verschiedene Themen behandelt, die für die Kleingärtner wichtig sind. Die Publikation ist ein 128-seitiger Leitfaden, der die Themen der nachhaltigen Entwicklung umfasst, aber nicht erschöpfend behandelt. Neben dem Gärtnern werden Fragen der Bauten, der Energie–und Abfallwirtschaft sowie die Gemeinschaftlichkeit von Vereinen angesprochen, wobei auch der soziale Aspekt nicht vergessen wird. Die Autoren hoffen dass der Leitfaden eine weite Verbreitung findet und dass alle Kleingärtner nützliche Anregungen für die Entwicklung ihrer eigenen Aktivitäten und die ihres Vereins finden.

In dem Buch verwendet der Verband Material, das innerhalb seines Projektes zur nachhaltigen Entwicklung erstellt wurde, verschiedene Kursmateriale und Material, das verschiedene Mitgliedsvereine produziert haben. Eine Quelle war auch die Diplomarbeit von Frau Reija Mikkola- Patriarca, M.Sc., die als Beraterin im Projekt tätig war. Darüber hinaus enthält die Veröffentlichung auch einige Texte die exklusiv für diese Arbeit erstellt wurden.

Das Erarbeiten dieser Publikation wurde durch eine bedeutende finanzielle Unterstützung des finnischen Umweltministeriums ermöglicht. Dank der finanziellen Unterstützung war der finnische Verband in der Lage, die Publikation kostenlos an alle Kleingärtner in allen Mitgliedsvereinen zu verteilen.

Aufruf zur Teilnahme am europäischen wissenschaftlichen Projekt INCREASE

INCREASE wird von einer Gruppe europäischer Forscher geleitet und ist ein Programm, das darauf abzielt, die biologische Vielfalt von Lebensmittelhülsenfrüchten im Kontext der Entwicklung der Landwirtschaft hin zu nachhaltigeren Praktiken und gesünderen Lebensmitteln zu erhalten. Wir wenden uns an Gärtner, die durch einen Ansatz der nachhaltigen Entwicklung motiviert sind, um zur Untersuchung lokaler Hülsenfruchtsorten und ihrer Erhaltung beizutragen.

Wir suchen Gärtner, die zu einem bürgerwissenschaftlichen Experiment beitragen, das vom europäischen wissenschaftlichen Projekt INCREASE organisiert wird.

https://www.pulsesincrease.eu/de/experiment

 

Insektenschutz und Kleingärten gehören zusammen

Kleingärten stellen nicht nur für die Menschen wichtige Ökosystemleistungen bereit, vor allem für blütenbestäubende Insekten sind sie ein immens wichtiger Lebensraum. Mit dem aktuellen Referentenentwurf zum „Gesetz zum Schutz der Insektenvielfalt in Deutschland“ – kurz „Insektenschutzgesetz“ – bietet sich nun die Chance, beides zu schützen: Die Insekten und ihren wichtigen Lebensraum Kleingartenflächen.

Denn der Referentenentwurf sieht ohnehin Ergänzungen im Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) vor: So fordert §I BNatSchG u.a. „Freiräume im besiedelten und siedlungsnahen Bereich einschließlich ihrer Bestandteile, wie Parkanlagen, großflächige Grünanlagen und Grünzüge,“ (,,,) zu erhalten. Gleichzeitig sollen diese Freiräume „dort wo sie nicht in ausreichendem Maße vorhanden sind“ neu geschaffen werden.

Der BDG setzt sich im Rahmen der Verbändebefassung gegenüber dem für das Gesetz federführenden Umweltministerium für eine explizite Nennung von „Kleingärten im Sinne des Bundeskleingartengesetzes“ im Zusammenhang mit der Neufassung des §I BNatschG ein und wird auch das parlamentarische Gesetzgebungsverfahren verfolgen und begleiten.

Dabei weiß der BDG bei der Verfolgung dieses Ziels fachkundige Verbündete mit großer Naturschutzexpertise an seiner Seite. So forderte auch der BUND e.V. in seiner Stellungnahme eine Berücksichtigung von „Kleingärten im Sinne des Bundeskleingartengesetzes“ im BNatSchG. Der fachlichen Einschätzung des BUND aus der Stellungnahme ist dabei nichts hinzuzufügen: „Kleingärten sind wertvolle und schätzenswerte Biotope für Insektenarten. (…) Kleingärten sind teilweise Hotspots für seltene Insektenarten und sollten beim Schutz und der Ausweitung der Flächen besondere Beachtung finden“.

Sandra von REKOWSKI, BDG

Die europäischen Kleingärtner wünschen diesem Prozess vollsten Erfolg und bieten ihre Unterstützungen an. Diese gesetzliche Berücksichtigung wäre ein weiterer Beweis für die Wichtigkeit der Kleingärten im städtischen Bereich.

Nachrichten der INROs beim Europarat

Am 15. Und 16. Dezember 2020 fand die Fortsetzung der online Oktobersitzung statt. Hauptthema war die Überarbeitung des Regelwerks der INROs. Das Ziel dieser Änderungen ist es eine größere Wirksamkeit und Flexibilität der Arbeiten zwischen den INRO und dem Europarat zu erlangen. Diese Reform muss jetzt zeigen ob sie ihr Ziel erreichen kann und die  INROs müssen sehen wie sie sich in diese neue Struktur einreihen können.

Zusätzlich wurden drei Resolutionen angenommen, welche sich mit dem Schutz der Menschenrechte und verschiedenen Aspekten der Pandemie beschäftigen. Sie finden die Texte nachstehend in Englisch und Französisch.

Englisch

Draft Recommendation – COVID-19 pandemic: Call for ethical and human rights compliant management

Draft Declaration of the Conference of INGOs of the Council of Europe on the place and role of civil society in safeguarding human rights, democracy and the rule of law - For adoption by the Conference of INGOs on 16 December 2020

Draft Resolution “The cultural and creative sectors undermined by COVID-19”1 - Presented for adoption by the Conference of INGOs on 16 December 2020

Französisch

Projet de Résolution - Les secteurs de la culture et de la création fragilisés par la COVID-19pdf document

Projet de recommandation – Pandémie de la COVID 19 : Appel à une gestion éthique et respectueuse des droits humainspdf document

Projet de Déclaration de la Conférence des OING du Conseil de l'Europe sur la place et le rôle de la société civile dans la sauvegarde des droits humains, de la démocratie et de la prééminence du droitpdf document

 

Jahresende 2020

Liebe Kleingärtner/Innen

Ein schwieriges Jahr liegt hinter uns, die Zukunft ist ungewiss, nichts wird mehr sein wie vorher

„Sind wir flexibel und bereit für die Zukunft?“

Im Laufe des vergangenen Jahres hat das Office viel Arbeit geleistet um sich optimal für die Zukunft aufzustellen und seinen Mitgliedern weitere Mittel zur Verfügung zu stellen um auf nationaler Ebene die individuellen Kleingärtner sowohl durch die Veröffentlichung von neuen Dokumenten wie auch durch den Austausch von Erfahrungen und Kenntnissen zu unterstützen.

Leider musste die Studientagung abgesagt werden und wir konnten die gemeinsamen wichtigen Probleme nicht diskutieren. Die Delegierten konnten so auch keine neuen Erkenntnisse mit nach Hause nehmen um die bestehenden Probleme mit zusätzlichen, neuen Lösungsansätzen zu regeln.

Jedoch konnten einerseits die Arbeiten um die Statuten an die heutigen Erfordernisse anzupassen abgeschlossen und die Beiträge erhöht werden, um schrittweise wieder einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen und so funktionsfähig zu bleiben.

Andererseits konnte der Bindestrich weiter erscheinen. Sie haben spezifische Themen behandelt, welche sowohl den individuellen Kleingärtnern Wissen und Anregungen vermittelten und aktuelle Thematiken beleuchteten, wie auch Beispiele guter fachlicher Praxis gaben.

Eines muss uns bewusst sein. Wir können nicht einfach weitermachen wie bis jetzt. Ein „Business as usual“ geht nicht mehr. Wir müssen auf allen Ebenen das Kleingartenwesen in eine andere, neue Bahnen leiten, ohne jedoch unsere Vergangenheit, auf der unsere Vorgänger unsere Bewegung aufgebaut haben, über Bord zu werfen.

Wir müssen neue und mehr Mitglieder gewinnen, nicht nur um den internen altersbedingten Abgang auszugleichen, sondern um neue Interessenten anzuziehen: einzelne Gärtner ohne Parzelle in einer Anlage, Menschen die eine andere Art des Gärtnerns wünschen, wie z. B. in Hochbeeten, auf einer Gemeinschaftsparzelle......

Das Angebot von neuen Formen von Parzellen, zum Beispiel Therapiegärten und Schulgärten drängt sich auf, um neue Interessenten anzuziehen und der Bevölkerung einen Mehrwert zu bieten damit Kleingärten ein unverzichtbares Element in unsern Städten zu bleiben.

Wir müssen uns dann auf ein Kooperations- und nicht auf ein Kompetitionsmodus mit andern Organisationen einstellen. Um dies zu erreichen müssen unter anderem die Gebiete gemeinsamen Interesses festgestellt werden, alle realisieren dass die Stärke in der Mitgliederzahl liegt und wir zusammen unseren Impakt stärken können. Natürlich ist gegenseitiges Vertrauen eine wichtige Voraussetzung zur erfolgreichen Zusammenarbeit.

Der weitere Ausbau unserer spezifischen Expertise ist wünschenswert um als bewährter und professioneller Ansprechpartner angesehen zu werden.

Auch wenn alle Vereine, Verbände vermehrt auf professionelle Mitarbeiter angewiesen sind, können sie nicht auf die Unterstützung und den Einsatz von Ehrenamtlichen verzichten. Sie müssen das Gebot der Stunde erkennen und den Einsatz der Ehrenamtlichen so gestalten und anpassen dass sie sich weiter motiviert fühlen.

Große Herausforderungen liegen vor uns und warten darauf gemeistert zu werden.

Lasst uns unsere Kräfte bündeln um zusammen die Zukunft so zu gestalten dass auch unsere Kinder und Kindskinder sowohl die Wohltaten einer Kleingartenparzelle genießen wie auch mit dieser weiter ihren Beitrag für die Umgebung, die Gesellschaft, Fauna und Flora leisten können.

In diesem Sinn wünsche ich Ihnen allen eine gute Gesundheit, viel Mut und Weitsicht, aber auch ein Quäntchen Glück und viel Erfolg für 2021!

Malou Weirich
Generalsekretärin des Office International du
Coin de Terre et des Jardins Familiaux

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