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Wintergemüse - Fit durch die kalte Jahreszeit

  • Schweiz
  • 14.3.2018

Haben Sie schon mal im Süden Europas eine reife Orange frisch vom Baum gepflückt und direkt gegessen? Dann wissen Sie, welchen geschmacklichen Unterschied es macht, regionales Obst oder Gemüse zu verzehren. Zu frühes Ernten und lange Transportwege tragen dazu bei, dass Lebensmittel aus fernen Ländern an Aroma verlieren.

Umso sinnvoller ist es, auf heimische Produkte zurückzugreifen. Im Winter ist die Auswahl zwar kleiner als im Sommer, dafür aber nicht weniger schmackhaft. In der kalten Jahreszeit haben zahlreiche Gemüsearten Hochsaison.

Aroma trifft auf Vitamine

Es kann kein Zufall sein, dass Wintergemüse reich an Vitaminen ist. Rotkohl oder Weißkraut enthalten viel Vitamin C. Rote Beete steckt voller Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Eisen und Kalzium. Der Kürbis steht dem in Nichts nach und trumpft mit den Vitaminen A, E und C auf. Und obwohl man es dem Lauch nicht ansieht, enthält er eine gute Portion an Betacarotin.

All diese Vitamine benötigt unser Körper für ein starkes Immunsystem. Und das wiederum brauchen wir, um gesund durch den Winter zu kommen. Wintergemüse ist aber nicht nur ein hervorragender Vitaminspender, sondern auch noch sehr aromatisch.

Fünf Wintergemüse unter der Lupe

An der Roten Beete scheiden sich die Geister. Die einen lieben, die anderen hassen sie. Dabei kennen sie viele nur in der eingelegten Variante. Als Rohkost-Salat oder gekocht mit einer cremigen Sahnesoße schmeckt sie jedoch ganz anders. Mit ihrem hohen Gehalt an Betain unterstützt sie unsere Verdauung und somit die reibungslose Ausscheidung von Stoffwechselprodukten. Auch optisch macht die rote Knolle ganz schön etwas her und bringt einen kräftigen Schuss Farbe auf den Teller.

Kommen wir zum Rosenkohl, einem wahren Nährstoffwunder. Er gehört zu den Gemüsesorten mit den meisten Ballaststoffen und zählt zu den besten Lieferanten für Kalium. Obwohl die kleinen Röschen solche Kraftpakete sind, mag sie nicht jeder. Der Grund dafür ist ihr leicht bitterer Geschmack, der gerade Kinder nicht so begeistert. So fristet der Rosenkohl häufig ein tristes Dasein als Beilage. Ganz anders kommt er aber als Hauptgericht daher. In Kombination mit Curry bekommt er gleich eine ganz andere Note und seine Bitterstoffe rücken dezent in den Hintergrund.

LauchWerfen wir einen Blick auf ein weiteres Wintergemüse, den Lauch. Allicin heißt der Stoff, der ihn besonders auszeichnet. Dieser Schwefelverbindung wird eine antibakterielle Wirkung zugeschrieben. Sie ist auch der Grund für den zwiebeltypischen Geruch des Gemüses. Durch seinen intensiven Geschmack kann er wie ein Gewürz verwendet werden, um eine Speise aufzupeppen. Köstlich ist er aber auch als Kuchen, Suppe oder Risotto.

Einen seltsamen Namen hat er, der Butternusskürbis. Etwas ungewöhnlich ist auch seine Form, die der einer Birne ähnelt. So wundert es nicht, dass er auch als Birnenkürbis bezeichnet wird. Was ihn auszeichnet, ist sein besonders weiches Fruchtfleisch, das dezent nach Butter schmeckt. Er überzeugt jedoch nicht nur geschmacklich, sondern auch durch seine Inhaltsstoffe wie Vitamin A, Vitamin C, Kalium, Magnesium und Calcium. Auf dem Teller glänzt er in vielen Variationen. Ob als Suppe, Püree, geröstet oder roh, seine nussige Note passt zu vielen Gerichten.

Das fünfte Gemüse im Bunde ist der Blumenkohl. Es ist ihm zwar nicht anzusehen, aber er ist eine ziemliche Vitamin C-Bombe. 100 Gramm Blumenkohl enthalten genauso viel Vitamin C wie 100 Gramm Orangen. Im Gepäck hat er außerdem Vitamin K, das unter anderem wichtig für die Blutgerinnung ist. Blumenkohl ist leicht verdaulich und kann roh verzehrt werden. Gerade in der kalten Jahreszeit bieten sich natürlich Rezepte an, bei denen er warm zubereitet wird. Ob roh, gekocht, gebacken oder gebraten, die weißen Röschen haben es in sich.

Mit knackigem Wintergemüse kommt in der Küche so schnell kein Winterblues auf. Und wenn Sie diese fünf nicht mögen, dann bestimmt eines der zahlreichen anderen. Statt kaltem Wetter gibt es nun warme Gerichte – guten Appetit.

 

Rezepte mit Wintergemüse

RisottoLauch-Risotto

250 g Lauch
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
150 g Risottoreis
75 ml Weißwein
250 ml Gemüsebrühe
100 g geriebener Käse (Parmesan, Gruyère, etc.)
1 EL Öl
Pfeffer und Salz

Die Hälfte der Zwiebel in feine Ringe schneiden. Dann in etwas Öl anbraten bis sie braun und knusprig sind und zur Seite stellen.

Den geputzten Lauch in feine Ringe schneiden. Die restliche Zwiebel und den Knoblauch kleinhacken und in heißem Öl andünsten. Reis dazugeben, kurz andünsten und dann mit Wein und Brühe auffüllen, bis er gerade bedeckt ist. Bei mittlerer Hitze im zugedeckten Topf köcheln lassen. Zwischendurch umrühren und mit Wein und Brühe auffüllen. Das Risotto braucht ca. 30 Minuten, bis es gar ist. 10 Minuten vor Ende den Lauch dazugeben und mit köcheln lassen. Zum Schluss den Käse unterheben und mit Pfeffer und Salz abschmecken. Mit den gebratenen Zwiebelringen servieren.

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Vogelfutter selber machen

  • Schweiz
  • 30.1.2018

VogelfutterEssen gehört zu den Tätigkeiten, denen ich liebend gerne nachgehe. Mir liegt aber nicht nur mein eigenes leibliches Wohl am Herzen, sondern auch das der Vögel. Während sie sich im Sommer ausreichend mit Futter versorgen können, sieht es damit in der kalten Jahreszeit weniger rosig aus. Naturschützer empfehlen daher, von November bis Ende Februar Futter für die gefiederten Freunde bereitzustellen. Jetzt könnte man meinen, dass es reicht, ihnen ein bisschen Brot hinzuwerfen. Das ist allerdings nicht richtig, denn Brot ist kein artgerechtes Vogelfutter.

Mit wenigen Zutaten können Sie hochwertiges Vogelfutter selber machen. Dazu ein Schuss Kreativität und das Ergebnis wird zu einem Blickfang in Ihrem Garten.

Die Grundzutaten

Vögel brauchen als Winternahrung fetthaltiges und nährstoffreiches Futter. Manche zählen zu den Weichfressern, andere zu den Körnerfressern. Die Bezeichnungen lassen schon durchschimmern, welche Art des Futters beide bevorzugen. Die Weichfresser mögen gerne gequetschte Körner, getrocknete Beeren und geschälte Kerne. Die Körnerfresser hingegen mögen Saaten und Körner mit Schale. Nüsse sind bei ihnen ebenfalls sehr beliebt. Achten Sie allerdings darauf, dass diese nicht schlecht oder sogar verschimmelt sind, denn das kann für die Federfreunde tödlich sein.

Als Grundlage zur Herstellung dienen Rindertalg, Pflanzenfett und/oder Speiseöle. Damit können Sie nach Belieben diese Zutaten vermischen: Haferflocken, Sonnenblumenkerne, gehackte Nüsse, Leinsamen, Hirse, Weizenkleie, getrocknete Beeren oder Rosinen. Rindertalg bekommen Sie übrigens gut beim Metzger zu kaufen.

Die folgenden Mengenangaben reichen aus, um damit einen mittel grossen Blumentopf oder die Schale einer halben Kokosnuss zu füllen.

Zubereitung – schnell und einfach

Lösen Sie 100 Gramm Rindertalg - alternativ Kokosfett - in einem Topf auf. Es soll schmelzen, aber nicht kochen. Geben Sie zusätzlich noch einen kleinen Schuss flüssiges Pflanzenöl dazu. Das dient dazu, dass das Futter im kalten Zustand nicht zu hart wird.

Nun rühren Sie ungefähr 150 Gramm einer selbst zusammengestellten Körnermischung darunter. Die Sonnenblumenkerne sollten zwei Drittel der gesamten Mischung ausmachen, denn durch ihren hohen Ölgehalt sind sie für Vögel sehr gesund.

Lassen Sie die Masse ein wenig abkühlen und füllen Sie diese dann um. Als Gefäße eignen dekorativ bemalte Blumentöpfe, eine halbe Kokosnussschale, leere Joghurtbecher, bemalte Blechdosen oder Tassen. Stecken Sie noch kleine Holzstäbe oder Äste in die warme Masse. Daran können sich die Vögel später festhalten.

Futterkolben

Eine natürliche Alternative zu den Gefäßen sind Tannenzapfen. Streichen Sie die leicht abgekühlte Masse in die Zapfen und lassen Sie diese an einem kühlen Ort aushärten. Nun befestigen Sie eine Paketschnur am Zapfen und hängen ihn draußen auf.

Eine andere Variante ist es, zuerst eine Schnur am Tannenzapfen zu befestigen und ihn dann in das geschmolzene Öl zu tunken. Achten Sie darauf, dass er überall mit dem Fett in Kontakt kommt. Danach wenden Sie ihn von allen Seiten in der Körnermischung, so dass er dick bedeckt ist, und legen ihn zum Trocknen auf Backpapier. Stellen Sie die Zapfen an einen kalten Ort, damit sie gut aushärten, bevor Sie sie raushängen.

Mit selbstgemachtem Vogelfutter tun Sie nicht nur Gutes, sondern holen sich auch Lebendigkeit in Ihren Garten. Je vielseitiger Sie das Futter gestalten, umso mehr Vogelarten ziehen Sie damit an. Viel Spaß beim Beobachten des bunten Treibens!

Nima ASHOFF

Eine Idee, wenn Sie die nächsten Kulturen planen
Einfach selber machen – Kosmetik aus dem Garten

  • Schweiz
  • 23.11.2017

«Was ist denn da eigentlich drin?» Wenn ich mir ein Kosmetikprodukt kaufe, verstehe ich von den Inhaltsstoffen oft nur Bahnhof. Mir ist es aber wichtig, möglichst naturbelassene Produkte zu verwenden. Deshalb stelle ich Kosmetikartikel gerne selber her, denn so weiss ich, was darin enthalten ist. Das ist auch gar nicht so schwer, wie es im ersten Moment klingen mag. Mit wenigen Handgriffen lassen sich viele Produkte ruckzuck selber machen. Dabei kommen auch Zutaten aus dem eigenen Garten zum Einsatz, zum Beispiel Kräuter, aber auch Obst. Viele Kräuter riechen nicht nur gut, sondern haben zudem noch eine heilende Wirkung. Heute stelle ich Ihnen ein paar kinderleichte Rezepte vor, mit denen Sie ohne grossen Aufwand ein tolles Ergebnis erzielen.

Entspannende Lavendel-Gesichtsmaske

Entspannende Lavendel-Gesichtsmaske

1 EL Lavendelblüten
2 EL Quark (bei trockener Haut Sahnequark, bei fettiger Magerquark)
1 TL Weizenkleie
1 TL Honig

Die Blüten in eine Schüssel geben und vorsichtig mit einem Löffel zerdrücken. Jetzt die Weizenkleie dazugeben und alles mit den restlichen Zutaten mischen. Auf das Gesicht auftragen und ca. 15 Minuten einziehen lassen. Danach mit warmen Wasser abwaschen.

Kräutermaske gegen unreine Hau

t 2 EL magerer Quark
1 TL Mandel- oder Distelöl
1 TL Honig
1 EL kleingehackte Kräuter (z.B. Kamille, Rosmarin, Thymian, Salbei)

Alle Zutaten zu einer cremigen Masse verrühren und anschließend eine Stunde lang ziehen lassen. Danach können Sie die Maske auf das Gesicht auftragen und 20 Minuten einwirken lassen. Mit warmem Wasser sanft abwaschen.

Straffende Gesichtsmaske mit Erdbeeren

6 Erdbeeren
1 EL Quark (bei fettiger Haut magere Sorte verwenden)
2 TL Honig
1 EL feine Haferflocken

Zuerst die Erdbeeren pürieren, dann mit den weiteren Zutaten vermischen. Auf das Gesicht auftragen, zehn Minuten einwirken lassen. Jetzt noch einmal die Haut damit abreiben und dann mit klarem Wasser abwaschen.

Löwenzahn-Spülung für glänzendes Haar

2 Handvoll Löwenzahnblüten
1 Liter Wasser

Die Blüten mit ½ Liter Wasser aufkochen und zehn Minuten ziehen lassen. Dann die Blüten absieden und den Auszug mit dem restlichen Wasser verdünnen. Vor der Anwendung etwas abkühlen lassen.

Entspannender Badezusatz

2 große Teebeutel für losen Tee (erhältlich in Supermärkten oder Drogerien)
15 g Lavendelblüten
15 g Zitronengras
10 g Melisse
10 g Rosenblüten

Alle Kräuter in die Teebeutel füllen und am Ende zusammenbinden. Wenn Sie es gerne aromatischer haben möchten, können Sie noch ätherische Öle in die Kräutermischung geben, zum Beispiel zwei Tropfen Lavendel- oder Melissenöl. Brühen Sie den Beutel vor der Verwendung in einer Schüssel mit heissem Wasser auf, lassen Sie ihn zehn Minuten ziehen und giessen Sie ihn dann in das Badewasser. Ein Schuss Oliven-, Mandel- oder Sesamöl dazu und fertig ist das pflegende Entspannungsbad.

Belebendes Pfefferminz-Shampoo

1 Handvoll frische Pfefferminzblätter
120 ml Wasser
15 g Olivenöl-Kernseife (zu Flocken reiben)
250 ml

Wasser Übergießen Sie die Pfefferminze mit 120 ml Wasser und lassen Sie sie drei Stunden ziehen. Danach sieben Sie die Minze ab. Kochen Sie 250 ml Wasser auf, lösen die Seifenflocken darin auf und lassen es weitere zehn Minuten leicht köcheln. Nehmen Sie den Topf vom Herd und geben Sie den Pfefferminzsud unter Rühren dazu. Jetzt noch das Shampoo in eine saubere Flasche füllen und der Haarwäsche steht nichts mehr im Weg. Ungefähr 14 Tage können Sie das Shampoo aufbewahren. Schütteln Sie es vor jedem Gebrauch gut durch.

Text. Nima Ashoff
Foto: Fotolia Jenny Sturm

 

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