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Ehrungen - 25.August 2018, Kortrijk

FÜNF KLEINGARTENVEREINE WURDEN ANLÄSSLICH DER STUDIENTAGUNG IN KORTRIJK GEEHRT.

I) DIE EHRENURKUNDE FÜR INNOVATIVE PROJEKTE WURDE VERLIEHEN AN:

1) Die Swinbrook Road Kleingartenanlage nördlich von Carterton (GB)

Die Kleingartenanlage umfasst 45 Parzellen auf einem 1,22 Hektar großen Grundstück, nördlich von Carterton am Rande der Cotswolds.

SwinbrookDas Ziel ihres Projektes ist es die Boden- und Arbeitsbedingungen für alle Kleingärtner der Swinbrook Road Kleingartenanlage zu verbessern und die Beliebtheit der Kleingärten Kleingärten in der lokalen Gemeinschaft zu erhöhen.

Die Kleingärtner haben die Einrichtungen in der Anlage mit mehreren innovativen Techniken verbessert, zum Beispiel durch die Wiederverwendung von Materialien die sonst auf einer Deponie entsorgt oder verbrannt worden wären.

Man kann zum Beispiel erwähnen dass:

  1. - Der Vorstand hat mit der Royal Air Force Base in Brize Norton verhandelt um alle gesammelten Blätter und Gartenabfälle zu erhalten die sonst normalerweise 25 Kilometer auf einer entfernten Deponie gelandet wären. So konnten sie die Verschmutzung durch den Transport vermeiden und den Tonnengehalt der Mülldeponie reduzieren.
  1. - Die Gesellschaft Southern Electric ersetzte und verbrannte ihre alten hölzernen Versorgungsmaste. Auf Anfrage des Vorstands wurden diese für eine zukünftige Verwendung in die Kleingartenanlage gebracht. Eine davon war das Stützen der Umzäunung rund um den riesigen Komposthaufen zusätzlich zu einigen abmontierten gebrauchten Drahtzäunen eines Einzäunungsunternehmens.
  1. - Alte Bausteine und hartes Material wurden von einer lokalen Abbruchstelle erworben und für die Entwässerung und Nivellierung eines zuvor nicht nutzbaren Nassbereichs genutzt.
  1. - Die Kleingärtner erhalten jetzt auch Holzhackschnitzel von einem örtlichen Landschaftsgärtner, welcher Baumarbeiten durchführt. Sie werden ausgiebig für Spazier- und Gehwege genutzt.
  1. Swinbrook- Die Kleingärtner haben 150 Bäume gekauft und rundum das Gelände angepflanzt um die neben dem Grundstück gebauten Häuser zu verdecken.

 

Man erachtet dass die Kleingärtner dieser Anlage viel Initiative zum Erwerb der oben genannten Materialien gezeigt haben. Ihre fantasievollen und "innovativen Aktivitäten" haben die Einrichtungen der Anlage nicht nur zum Nutzen der Mitglieder, sondern auch zum Nutzen der lokalen Gemeinschaft erheblich verbessert. Im Zuge der vorhergenannten Maßnahmen wurden auch die Luftverschmutzung, die Anforderungen der Deponie, die Rauchbelastung durch das Verbrennen von behandeltem Holz minimiert und die sonst notwendig gewordene Kilometerzahl reduziert, was vorteilhaft für die breitere Gemeinschaft ist.

 

II) DIE EHRENURKUNDE FÜR NATURGERECHTES GÄRTNERN WURDE VERLIEHEN AN:

1) De Roshaag in Peer (B)

de RoshaagEine junge und kleine Gartenanlage, mit 17 Gärten und einem Vorzeige/Demonstrationsgarten, ein Beispiel für alle ökologischen Anlagen in Flandern. 2017 wurde der Anlage das ökologische Gartenlabel mit dem Maximum an Punkten überreicht.
Zusammen mit der Stadtverwaltung unterhalten die Kleingärtner die Zone, welche die Gärten umgibt um die Anlage attraktiver, naturfreundlicher und einladend für die Umgebung zu machen.

Es gibt einen Kompostierungsplatz, auf welchem die ganze Stadt lernen kann wie man kompostiert. Es gibt regelmäßige Vorführungen und verschiedenste Kompostierungsmethoden werden getestet.
Es gibt viel Platz für Insekten, Vögel und Igel zum Kriechen, Füttern und Schlafen in und rund um die Anlage. Es gibt Totholzhecken, welche aus Baumschnittmaterial geschaffen wurden und ideal für Insekten und Igel sind. Man findet auch viele Insektenhotels für Wildbienen und andere Insekten, einen Kräutergarten und mehrere Wildblumenbeete zur Ernährung und um zu überwintern.
Rundum die Gärten gibt es Zonen mit vielen Wildpflanzen. Hier wurde den verschiedenen Schichten ein spezielles Augenmerk gegeben: Kanapee, Büsche und Gestrüpp. Die Kleingärtner versuchten einen richtigen Wald nachzuahmen.
Die Kleingärtner arbeiten mit einem Imker zusammen um in der Anlage lokalen Honig zu produzieren.

de RoshaagEs werden keine Pestizide in der Anlage gebraucht. Arbeitsgruppen und Vorführungen werden organisiert um Alternativen aufzuzeichnen. In dem Vorführungsgarten experimentieren die Kleingärtner mit neuen Techniken und verschiedenen Pflanzensorten.
Alle Gärtner teilen eine gemeinsame Laube mit einer Kompostierungstoilette. Dies reduziert den notwendigen Platz für individuelle Lauben. Auf dieser Gemeinschaftslaube gibt es ein grünes Dach und eine kleine Solarzelle für das Licht und die Toilette. Das restliche Wasser wird gebraucht um die Gärten in Trockenperioden zu begießen.
Es gibt auch einige manuelle Wasserpumpen, welche über die ganze Anlage verteilt sind.
Arbeitsgruppen und Vorführungen werden für die Gärtner, die Nachbarschaft, Schulen und alle andern interessierten Menschen organisiert.
100% der Kleingärtner nehmen am ökologischen Gärtnern teil.

 

2) Der Kleingartenverein De Hoge Weide in Utrecht (NL)

de hoge WeideDer Kleingartenverein De Hoge Weide liegt seit 2003 im Park Groenewald in Papendorp im Polder von Utrecht. Das parkähnliche Design, die Kombination mit kleinen Bürogebäuden und der öffentliche Charakter der Gartenanlage sind in den Niederlanden einzigartig. 2010 hat der Verein ein Projekt für natürliches Gärtnern begonnen. 2017 hat er die vier Punkte für natürliches Gärtnern in seiner Anlage im Qualitätslabel erhalten.
Die Mitglieder des Vereins erledigen regelmäßig Gemeinschaftsarbeiten im Park und in den Themengärten, in welchen natürliches Gärtnern zum Alltag geworden ist. Daher kann der Verein De Hoge Weide stolz berichten, dass etwa 90% der Mitglieder auch ihre Parzelle auf natürliche Art und Weise pflegen.

NATURGERECHTES GÄRTNERN
Vier der fünf Themengärten in der Anlage De Hoge Weide sind angelegt worden um die Vielfalt von Fauna und Flora zu fördern.

PROJEKTE
Das Projekt "die Pflanzschule" mit ihrem eigenen Garten zum Vorkultivieren von Pflanzen versorgt die Mitglieder mit Informationen über die Aussaat und den Anbau von Pflanzen. Die Pflanzen aus dieser Vorkultur werden entlang der Ufer gepflanzt.
Ein neues Projekt mit frühen Frühjahrsblühern wird derzeit entwickelt.
Der Verein hat desweiteren mit der Entwicklung eines Projektes für erneuerbare Energien begonnen.

VERWALTUNG UND UNTERHALT
Der Unterhalt des Parks wird von der Arbeitsgruppe: "Natur-Management organisiert". Entsprechend dem erstellten Zeitplan werden Arbeiten durchgeführt und Aktivitäten für Mitglieder und Besucher organisiert. Die Arbeitsgruppe identifiziert auch Probleme in den einzelnen Gärten.

de hoge WeideKOMMUNIKATION
Regelmäßig werden Arbeitsgruppen organisiert, bei welchen das Wissen zwischen Mitgliedern ausgetauscht wird.

Die Arbeitsgruppe "Hilfe, ich habe einen Garten"! bietet neuen Mitgliedern eine Einführung in das naturgerechte Gärtnern an und hilft ihnen bei Anfangsschwierigkeiten in ihren neuen Gärten.

Wegweiser und Informationstafeln führen die Besucher durch die Gartenanlage. Die großen Informationstafeln in den Themengärten haben einen pädagogischen Wert. Eine Karte mit einem Wanderweg steht den Besuchern zur Verfügung. Ein großer Teil der Besucher arbeitet in den Büros in und rundum den Park.

 

3) Die Kleingartenanlage De Groote Braak in Amsterdam (NL)

de Groote BraakVor etwa 6 Jahren führte die Kleingartenanlage de Groote Braak das natürliche Gärtnern ein. Alles begann mit einer Inspektion durch den nationalen Kleingärtnerverband und Ratschlägen für die nächsten Jahre. Ein Ausschuss für Natur und Umwelt wurde geschaffen und langsam fand ein Umdenken in der Anlage statt. Zusätzlich zu einem mehr traditionellen Gärtnern werden Teile des Parks auf eine natürliche Art und Weise gepflegt. Während den letzten zwei Jahren wurden die Anstrengungen noch dank der Unterstützung eines Beraters des AVVN verstärkt. Das Resultat hiervon war das Erhalten der nationalen Qualitätsmarke "National Gardening" mit dem Maximum von vier Punkten auf dem Marienkäfer.

WIEDERVERWENDUNG VON ROHSTOFFEN
Fein gehäckselte Materialien
Schnittholz wird geschreddert und wieder verwendet. Gehäckselte Materialien werden in den öffentlichen Grünflächen der Gartenanlage und von den Gärtnern in den privaten Gärten verwendet.

Kompostieren
Die Abfälle aus den öffentlichen Grünzonen der Gartenanlage und aus den einzelnen Gärten werden kompostiert. Zurzeit wird der Kompost nur für die öffentlichen Teile verwendet, aber wir hoffen bald genügend Kompost zu haben, damit auch die Gärtner davon profitieren können und den Kompost in ihren Gärten verwenden können. Zusätzlich motivieren wir die Gärtner in ihren Gärten zu kompostieren.

Abfallentsorgung
Glas, Papier, Fett, Haushaltsmüll und Kunststoff werden getrennt gesammelt und können wieder verwendet werden.

TIERE

Schmetterlingsgarten, Insektenhotel, Bienenstock "Stobbenwal", Igelburg An mehreren Stellen findet man kleine Insektenhotels. Ein "Stobbenwal" (Reihe von Ästen und Stümpfen für Tiere) für Bodenorganismen wurde angelegt und ein Bienenstock ist bewohnt. Um eine gute Versorgung mit Nahrung zu gewährleisten, wurde ein Schmetterlingsgarten angelegt in welchem auf mehreren Beeten Wildblumen ausgesät wurden.

Krötentümpel und naturfreundliche Ufer, schwimmende Inseln. Neben einem Platz für Amphibien haben Vögel, wie z. B. Enten, eine Bleibe gefunden. Ein Lehrpfad wurde entlang des Krötentümpels angelegt.

BEETE, KRÄUTERGARTEN UND REIHEN
Vor kurzem wurde unter anderem im Park De Groote Braak ein Kräutergarten angelegt. Gartenmitglieder können sich hier Kräuter für ihren eigenen Gebrauch nehmen.

de Groote BraakWELCHE POLITIK WIRD BEIM MÄHEN ANGEWANDT
Vor zwei Jahren hat man in dem Gartenareal begonnen in Phasen zu mähen. Seitdem wurde diese Art des Mähens erweitert. Das Ziel ist es eine möglichst große Vielzahl an Pflanzen und Tiere zu ermöglichen.

ÖKOLOGISCHE PRODUKTE
Im Geschäft verkauft man nur naturfreundliche Gartenprodukte und Reinigungsmittel.

WANDERWEGE UND INFORMATIONSTAFELN
Es gibt einen Rundgang durch den Park der entlang der besonderen Plätze in der Anlage verläuft. An diesen Stellen findet man Informationstafeln mit Erklärungen.

KOMMUNIKATION
Über die Gartenzeitschrift, die Homepage, Newsletters und Arbeitsgruppen sowie Informationsschilder, Führungen und zusätzliche Erklärungen für neue Gärtner werden alle Gärtner über ein naturgerechtes Gärtnern informiert.

 

4) Die Kleingartenanlage Wijkergouw in Amsterdam (NL)

WijkergouwNach einem zweijährigen Projekt erhielt die Gartenanlage die nationale Qualitätsmarke für natürliches Gärtnern mit der Höchstpunktzahl von vier Punkten. Schätzungsweise nehmen 75% der Gärtner am natürlichen Gärtnern teil. Regelmäßig organisieren die Mitglieder abwechselnd Diskussionsrunden und praktische Vorträge über ökologische Gartenpraktiken.

EINHEIMISCHE FLORA UND FAUNA
Das Wasserland nördlich des IJ an der alten Promenade bei Schellingwoude bestand bis ins elfte Jahrhundert aus einer undurchdringlichen Wildnis. Die Gartenanlage Wijkergouw wurde 1962 dort für und von den Stadtbewohnern angelegt. Der sich verändernde Zeitgeist ist in den Gärten sichtbar; speziell naturnahe Projekte funktionieren Seite an Seite mit einer traditionelleren Gartengestaltung.

WASSERVERWALTUNG
Gutes Wassermanagement sorgt in diesem Bereich für trockene Füße. Die Gärtner arbeiten mit den Nachbarn und der Regierung (Wasserbehörde) zusammen um beim Ausbaggern und der Pflege der Flussufer zu helfen.

FAUNA, MIGRATION UND INTERNATIONALE VERLETZBARE BEVÖLKERUNGEN
Die Gärtner bemühen sich Migrationsmöglichkeiten für international gefährdete Bevölkerungen mit Leitarten wie zum Beispiel die Ringnatter, die nordische Wühlmaus und die Fischotter zu sichern.

INSEKTEN, VÖGEL UND FLEDERMÄUSE
Der Imkerverein, die Anwohner und die Gärtner haben gemeinsam ein separates Gelände als Bienenpark mit Honigpflanzen und Honigbienen eingerichtet. Rundum den Park leben Fledermäuse in speziellen Nistkästen. Es gibt auch einen Vogelboulevard mit Unterkünften für alle Arten von Vögeln. Vogelbeobachter listen Beobachtungen auf und zählen unter andrem geschützte Vögel wie zum Beispiel Blaureiher, Mauersegler, Eisvögel, Ohreulen und Sperber.

KOMPOSTIEREN, LEBEN IN WASSER UND BODEN
Im "Kompostwald" wird der Gartenabfall zusätzlich zu dem Kompostieren auf der eigenen Parzelle recykliert. Mitglieder bringen Gartenabfälle und nehmen Erde mit, Holz wird geschreddert. Es gibt einen Platz für den Austausch von Pflanzen: Frei um Pflanzen zu bringen oder zu nehmen.

WijkergouwNATÜRLICHER SPIELPLATZ
Der Spielplatz ist für verschiedene Altersgruppen angelegt worden mit einer Wasserpumpe und einem Wasserlauf. Ein Spielhaus, Klettergerüst, Schaukeln und eine Rutsche sind vorhanden.

VEREINSHAUS, GESCHÄFT UND KLEINES GELÄNDE
Der Bauernhof Arbeid Adelt dient als Vereinshaus und als "neuralgisches Zentrum" für die Gärtner. Vor einigen Jahren wurden ein authentischer Bauerngarten und eine Kräuterecke angelegt. Die Gärtner treffen sich hier, genießen ein gesundes Mittagessen mit Produkten aus dem eigenen Garten und nehmen an Vorträgen und Arbeitsgruppen teil.

KOMMUNIKATION, KOOPERATION UND GEMEINSAMER GEBRAUCH
Ein ausgeschilderter Wanderweg durch Wijkergouw und 5 benachbarte Kleingartenanlagen ist während der Gartensaison für die Öffentlichkeit zugänglich.

WEITERE ENTWICKLUNG
Weitere Ideen warten darauf realisiert zu werden, wie zum Beispiel ein gemeinsames Gewächshaus, für den Anbau von Pflanzen und Gemüse, ein Verleih von ein Meter großen Quadrattischen werden an interessierte Menschen verliehen. Errichten einer Tauschbörse, Anlegen eines Lernpfades für Kinder.

Das Office International du Coin de Terre et des Jardins Familiaux und seine Mitgliedsverbände rufen alle Kleingärtner auf an der Woche ohne Pestizide, welche vom 20. bis 30. März 2018 organisiert wird, teilzunehmen.

pesdizidePestizide sind chemische Verbindungen, die zur Vernichtung von Schädlingen, einschließlich Insekten, Schadnagern, Pilzen und unerwünschten Pflanzen (Unkraut) eingesetzt werden. Im Gesundheitswesen werden Pestizide zur Zerstörung von Krankheitsüberträgern wie Moskitos und in der Landwirtschaft zur Vernichtung von Schädlingen eingesetzt, die die Ernte befallen. Aufgrund ihrer Beschaffenheit sind Pestizide für andere Organismen, einschließlich des Menschen, potentiell toxisch, weshalb sie unter Wahrung von Sicherheitsmaßnahmen einzusetzen und ordnungsgemäß zu entsorgen sind.

Bedarf es noch deutlicherer Worte?

Auf unzähligen Internetseiten sind zahlreiche alarmierende Berichte über den schädlichen Einsatz von Pestiziden zu finden. Es gibt tatsächlich so viele davon, dass bei jedem Klein- oder Heimgärtner vor deren Einsatz erst einmal die Alarmglocken schrillen sollten. Suchen Sie einfach nach dem Schlagwort "Pestizide" und Sie werden so viele interessante Artikel zu diesem Thema finden, dass sie abendelang Lesestoff haben. Lassen Sie sich davon aber nicht abschrecken! Jeder Gärtner sollte so viel wie möglich zu diesem Thema lesen, da dies in Zukunft Leben retten kann.

Eine Woche ohne Pestizide mag lediglich als einen Tropfen auf den heißen Stein erscheinen, wobei der Begriff "Woche" jedoch nicht wörtlich zu verstehen ist. Sie können damit anfangen, wann Sie möchten, und können es beliebig lange durchziehen. Pestizide sind weitaus gefährlicher als Sie denken. Sie werden im Übermaß verspritzt, doch erforscht wurden diese Chemikalien bislang überraschenderweise kaum.

Derzeit geht es bei den Pestizidskandalen unter anderem um die nachstehenden Themen:

Die britische Tageszeitung "The Guardian" enthüllte, dass "die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit eine Empfehlung im Hinblick auf den ungefährlichen öffentlichen Einsatz einer mit Krebs in Verbindung gebrachten Chemikalie auf einen EU-Bericht stützte, welcher Analysen aus einer Monsanto-Studie kopierte.

Glyphosat ist der Hauptinhaltsstoff des Unkrautvertilgungsmittels Roundup von Monsanto und der Kampf um deren erneute Zulassung hat die EU-Länder gespalten. Eine Entscheidung über eine weitere Zulassung für 5 Jahre wurde am 27. November 2017 getroffen.

Und wie wär's mit diesen Schlagzeilen:

"Honigkontrollen enthüllen eine weltweite Verunreinigung durch bienenschädigende Pestizide"
"Kostenloses Schulobst enthält mehrere Pestizide", wie beispielsweise in Rosinen, Zitrusfrüchten, Birnen, Erdbeeren, Äpfel, Bananen, Karotten, Tomaten... Und diese Liste kann viel weiter verlängert werden.

Die Behauptung der Regulierungsbehörden auf der ganzen Welt, wonach der Einsatz von Pestiziden in industriellen Größenordnungen in unserer Umwelt ungefährlich sei, ist schlichtweg falsch, so der leitende wissenschaftliche Berater der britischen Regierung.

Was denken Sie? Ist der Einsatz von Pestiziden die Sache wert?

Die Delegierten des Office International du Coin de Terre et des Jardins familiaux tagten in Luxemburg

Am 23. und 24. Februar 2018 tagten die nationalen Delegierten zur jährlichen statutarischen Vollversammlung in Luxemburg.

Neben den statutarischen Aufgaben wurden die Schlussfolgerungen aus der Studientagung in Kopenhagen gezogen. Die Eckpunkte für eine größere interne und externe Wirksamkeit unserer Arbeiten wurden festgehalten.

NorwayDer norwegische Verband stellte sein Wirken, seine Erfolge und Probleme in einem sehr interessanten Vortrag vor. Alle andern Verbände berichteten über ihre Aktivitäten.

Dieser Austausch brachte interessante Erkenntnisse und gab, je nach Bedarf, Anregungen für nationales Handeln und internationale Diskussionen.

In einer Arbeitsgruppe wurde das Thema „Wettbewerb zwischen grünen Organisationen“ diskutiert. Daraus ergaben sich Ideen für eine bessere zukünftige Aufstellung in der „Urban Gardening“ Landschaft.

Ein Spezial-Bindestrich wird zum Thema „Urban Gardening“ erscheinen und eine Arbeitsgruppe wurde beauftragt eine diesbezügliche Strategie zu entwickeln.

Office InternationalDas Office und die angeschlossenen Verbände beschlossen auch 2018 an der Woche ohne Pestizide teilzunehmen und ein Memorandum auf der Office Homepage, den nationalen Internetseiten sowie in den nationalen Kleingärtnerzeitschriften zu veröffentlichen.

Die nationalen Delegierten werden sich am kommenden 22. August in Kortrik während ihrer Studientagung zur nächsten Vollversammlung treffen.

Die nächste statutarische Vollversammlung findet am 8. und 9. März 2019 in Luxemburg statt.

 

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