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Jahresende 2017

Liebe Kleingärtner/innen

Malou WeirichVerschiedene unserer Verbände sind schon hundertjährig. Andere und auch das Office bereiten sich auf dieses Jubiläum vor. Es ist sicherlich eine Leistung nach all diesen Jahren nicht nur noch zu bestehen, sondern vor allem noch attraktiv zu sein.

Dies ist jedoch nicht selbstverständlich. Ständig müssen Philosophie, Methodologie, Sinn und Zweck hinterfragt werden, Ziele neu formuliert und/oder erweitert werden.

Das Gärtnern liegt wieder im Trend. Immer mehr Menschen suchen den Kontakt mit der Scholle, dem Gärtnern, sind an gesundem Obst und Gemüse, zwischenmenschlichen Beziehungen, einer menschengerechten Nachbarschaft in lebensfreundlichen Städten interessiert.

Aber vielen Menschen fehlen die notwendigen Kenntnisse zum Gärtnern. Sie können diese jedoch in den Kleingärtnervereinen finden, da diese über die Jahre viele Erfahrungen gesammelt haben. Dadurch bedingt sind die Wartelisten um einen Kleingarten zu erhalten lang. Dies wird von einigen Menschen, die gärtnern wollen, als frustrierend empfunden.

Einige andere glauben dass Kleingärten überreguliert sind, zu konservativ sind, zu weit entfernt liegen………..Sie wünschen sich deshalb manchmal eine freiere Art zu gärtnern, auf kleineren Parzellen, direkt vor der Haustür, ohne viele Regeln und Vereinsbeiträge. Neue Formen von Gärten sprießen jetzt aus dem Boden: Gemeinschaftsgärten, interkulturelle Gärten, City Farms…….

In der Vergangenheit waren Häuserbau, industrielle Aktivitäten vorrangig um wirtschaftlich lebensfähige Städte zu schaffen. Über ein Jahrzehnt wurden 5% des EU Gebietes verbaut oder in artifizielle Zonen umgewandelt, die Autobahnen um ca. 41% (15.000 km) verlängert (Studie des Europäischen Umweltbüros). So glaubt man aber nun rezent einen Paradigmenwechsel feststellen zu können hin zu einer Ideologie mit einem grüneren städtischen Design. Die EU Kommission hat Richtlinien für städtische Grüninfrastrukturen erarbeitet.

An uns Kleingärtnern nun auf nationaler und internationaler Ebene diesen Trend aufzugreifen und das Notwendige zu tun damit Menschen weiter die Möglichkeit zum Gärtnern behalten oder erhalten und die Kleingärten als aktive Grünzone in den städtischen Grüninfrastrukturen berücksichtigt und dauerhaft abgesichert werden. Denn es ist nicht zu leugnen dass Kleingärten zur Verbesserung der städtischen Umwelt, zum Erhalt der Artenvielfalt, zur Verbesserung des städtischen Klimas, zum sozialen Miteinander beitragen, um nur diese zu nennen.

Die Verbände und das Office müssen eine tiefgreifende Analyse des städtischen Umfelds machen, die Herausforderungen und die positiven Aspekte hinterfragen und die richtige Zukunftsstrategie entwickeln, damit die Kleingärten europaweit als unersetzliches Element für mehr Umweltgerechtigkeit angesehen werden.

Das Office International hat in seiner Studientagung in Kopenhagen die Wünsche der nationalen Kleingärtner analysiert, seine Methodologie hinterfragt um sich besser an die aktuellen Begebenheiten anpassen zu können und eine innovative Zukunftsstrategie zu erarbeiten. Viele Maßnahmen wurden vorgeschlagen, die nun in die Praxis umgesetzt werden müssen: bessere Kommunikation, Steigerung der Visibilität, Lobbying, Abschließen von Partnerschaften, Schaffen von Netzwerken, Steigerung der Wirksamkeit und eine bessere Teilnahme aller durch das Vorbereiten von Themen in Arbeitsgruppen und der Reorganisation der Tagungen etc.

Eine Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit den verschiedenen Formen des Urban Gardenings um uns auf diesem Gebiet richtig aufstellen zu können. Eine weitere Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Ausarbeitung einer zukunftsgerechten Fachberatung um den Kleingärtnern, und vielleicht auch anderen Interessenten, die notwendigen fehlenden Kenntnisse für ein naturgerechtes Gärtnern zu geben. Unsere Verbände haben nämlich über Jahrzehnte viele Kenntnisse angesammelt und eine große Exzellenz in diesem Bereich erworben.

Kleingärten müssen ein Allroundprodukt bleiben und weiter den Menschen dienen. Wir müssen Tradition und Innovation vereinen, Jung und Alt begeistern und weiter unseren Beitrag für den Menschen und die Gesellschaft, für die Natur und die dauerhafte Entwicklung leisten. Wir waren und sind eine Form von Urban Gardening, vielleicht auch die dauerhafteste. Wir müssen andern Formen von urbanen Gärten die Hand reichen um zusammen menschenfreundliche Städte zu schaffen.

Im kommenden Jahr 2018 mögen vielleicht die Worte von Einstein einerseits: "Man kann ein Problem nicht mit derselben Denkart und – weise lösen wie es entstanden ist", und von Francis Bacon andererseits: "Der junge Weinstock gibt mehr Trauben, der alte aber gibt besseren Wein", uns in unseren Überlegungen, in unserem Handeln zum Wohl der Kleingärtner und unserer Städte, begleiten.

In diesem Sinn wünsche ich Ihnen für 2018 eine gute Gesundheit und viel Erfolg.

Malou WEIRICH
Generalsekretärin des Office International du Coin de Terre et des Jardins Familiaux

Der Office Vorstand tagte in Wien

Der Vorstand hat sich mit der Umsetzung der Anregungen der Studientagung in Kopenhagen beschäftigt.

Er unterstrich zuerst die hervorragende Organisation und die positiven Resultate dieser Tagung.

The Office executive board met in ViennaEs konnte festgestellt werden, dass in der Zwischenzeit schon mehrere Beschlüsse umgesetzt werden konnten:

- Der Austausch der nationalen Magazine wurde aktiviert und äußerst positive Kommentare sind eingegangen.

- Die Vernetzung der Redakteure wurde in die Wege geleitet. Bürte Lachenmann aus der Schweiz war bereit diese Zusammenarbeit zu koordinieren und weiter zu intensivieren. Der Vorstand bedankt sich für diese Initiative und unterstützt diese nutzbringende Zusammenarbeit sowohl für die nationalen Verbände wie fürs Office.

- Die nationalen PowerPointvorstellungen, welche für den internationalen Kongress in Utrecht ausgearbeitet wurden, sind online. Verbände haben schon Updates in Erwägung gezogen. Ein weiterer Verband hat in Aussicht gestellt die fehlende Vorstellung nachzureichen.

- Die Karte für die zu besichtigenden Kleingartenanlagen ist bereits online. Der Vorstand hat mit Freude festgestellt dass die Verbände dieses Projekt als sehr positiv betrachten und dabei sind es mit Leben zu füllen.

Es wurden auch die positiven Vorschläge der Arbeitsgruppe, welche in Kopenhagen eingesetzt wurde, eingehend diskutiert. Die weiteren Etappen, Erneuerungen sollen in der Vollversammlung im Februar 2018 in Luxemburg behandelt werden.

Europäische Woche der lokalen Demokratie 9. – 15. Oktober 2017

ELDWDie Europäische Woche der lokalen Demokratie wurde 2007 ins Leben gerufen um die Teilnahme und die Demokratie auf der nächstgelegenen Ebene zum Bürger zu fördern und hervorzuheben. Sie feiert ihr 10. Jubiläum zwischen dem 9. und 15. Oktober 2017.

Die lokalen und regionalen Behörden aus den 47 Mitgliedsländern sowie ihre Vereinigungen sind eingeladen worden öffentliche Events zu organisieren, welche sowohl die Teilnahme der Bürger unterstützen und fördern wie auch die lokale Demokratie als einen gemeinsamen Wert für den ganzen europäischen Kontinent feiern.

Während den letzten zehn Jahren haben mehr als 1000 lokale Behörden und ihre Vereine über die 47 Mitgliedsstaaten hinaus aktiv an diesem paneuropäischen Event teilgenommen.

Das Thema für 2017 ist: "Teilnahme, Befragung und Engagement der Bürger damit die Demokratie lebe".

Das Office International du Coin de Terre et des Jardins Familiaux hat 2015 und 2016 an dieser Initiative teilgenommen. Auch 2017 hat es drei beispielhafte Projekte ausgewählt, deren Beschreibung Sie in der Anlage lesen können.

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